„Das ist so eine schöne Idee“, freut sich eine Mutter, die mit ihrem kleinen Jungen vorbeigekommen war, um ein Softeis zu essen. Das strahlend pinke Haus, gebaut aus zwei Überseecontainern, ist von der Feldhausener Straße bereits gut zu erkennen und lockt neugierige Menschen an. Es gibt einen Drive-in für Autos, Fahrräder, Kutschen oder sonstige fahrbare Untersätze, sagen die Schmückers humorvoll, sowie einen To-go-Schalter für Fußgänger.
Süße Beerenvielfalt
An modernen Bestell-Tablets können Kunden zwischen zahlreichen Produkten mit frischen Erdbeeren und Blaubeeren wählen. Ob Waffeln, Windbeutel, Törtchen, Milchshakes, Bowls mit Joghurt und Müsli, erfrischendes Slush-Eis, Softeis oder einfach ein Körbchen frische Früchte, es gibt zahlreiche süße Optionen. Auch Konfitüre kann hier erworben werden.
„Die Erdbeere hat eine jahrzehntelange Tradition in Kirchhellen. Gerne geben wir ihr so noch mehr Wertschätzung“, erklärt Eberhard Schmücker. Denn: „Viele Menschen nehmen die frischen Erdbeeren von der Selbstpflücke oder aus dem Hofladen mit, um sie später zu verarbeiten. Doch nicht jeder hat die Zeit oder Lust, solche Leckereien daraus zu zaubern.“
Bei den heißen Temperaturen an diesem Nachmittag kommt der Landwirt persönlich vorbei. Einen großen Sonnenschirm auf der Schulter tragend, geht er zu den Gästen, die in der Sonne ein Eis essen, und sagt: „Ich habe Schatten mitgebracht.“
Das ist nicht der erste Sonnenschirm, der an diesem Tag dorthin gebracht wurde. „Die Bestell-Tablets wurden in der prallen Sonne zu heiß“, berichtet Schmücker. Am ersten Tag könne schließlich auch nicht alles reibungslos laufen.
Innovative Ideen
Der Drive-in befindet sich direkt gegenüber vom Beerenparadies Auf dem Schimmel in Kirchhellen. An vier Tagen pro Woche hat er geöffnet: immer donnerstags bis sonntags von 11 bis 19 Uhr. Und das bis zum Ende der Erdbeersaison. Ob der Container auch zwischen den Saisons eine Funktion haben wird, sei noch unklar. Zunächst wolle man dieses Projekt erfolgreich etablieren.
Dass sein Team das zusätzlich zum laufenden Geschäft auf die Beine gestellt hat, macht ihn besonders stolz. Schließlich wurden die Überseecontainer in Eigenregie ausgebaut und zu dem gemacht, was sie heute sind.
Immer wieder lassen sich die beiden Obstbauern Schmücker und Umberg neue Dinge einfallen. Beide Höfe liegen direkt nebeneinander. „Konkurrenz belebt das Geschäft und sorgt auch für Innovation“, sagt Schmücker.