Zu den ersten Unterstützern gehören Werner und Hedwig Koller. Das Ehepaar lernte Pater Zito und die Situation vor Ort kennen, nachdem Sohn Guido vor vielen Jahren ein soziales Jahr in Brasilien absolvierte. Aus dieser Begegnung entstand zunächst eine Hilfsinitiative, welche die Kollers vor mehr als drei Jahrzehnten ins Leben riefen. Später wurde daraus die Stiftung „Bom Conselho Kirchhellen – Die Liebe siegt“. Sie sollte nicht nur die Arbeit langfristig sichern, sondern auch Spenden und Vermögenswerte in Brasilien dauerhaft schützen.
Erfreuliche Entwicklungen
Beim Wiedersehen dieser Tage in Kirchhellen berichtet Pater Zito von den Entwicklungen der vergangenen Monate. Besonders erfreulich sei, dass der Staudamm vor Ort nach einem Bruch inzwischen vollständig repariert werden konnte. Seine Bedeutung ist kaum zu überschätzen: Er sichert die Wasserversorgung der Einrichtung und ist damit die Grundlage für den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden.
Gleichzeitig blickt der Geistliche mit Sorge auf die Folgen des Klimawandels. Neben heftigen Überschwemmungen setzen der Region zunehmend ungewöhnlich lange Dürreperioden zu. Deshalb soll das Staubecken künftig vergrößert werden, um ausreichend Wasser speichern zu können. Dieses wird nicht nur für die Menschen vor Ort benötigt, sondern auch für den zur Einrichtung gehörenden Bauernhof mit mehr als 60 Kühen, weiteren Nutztieren sowie weitläufigen Gemüse- und Obstplantagen.
Gerade diese Infrastruktur macht die Stiftung heute weitgehend unabhängig. Über die Jahre entstand eine kleine Selbstversorgung mit Wasser, Strom und Lebensmitteln, sodass das Heim auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig bleibt. Dennoch steigt der Bedarf stetig. Die Warteliste für einen Platz ist lang. In den kommenden zwei Monaten soll deshalb der Ausbau des Männertrakts abgeschlossen werden. Anschließend können bis zu 70 Menschen dauerhaft aufgenommen werden, darunter alleinstehende Frauen, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung.
Engagierte Stiftungsarbeit
Werner und Hedwig Koller zeigen sich beeindruckt von der Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. Sie freuen sich, dass die Arbeit vor Ort weiterhin in den vertrauensvollen Händen von Pater Zito liegt und zugleich die Stiftungsarbeit in Deutschland erfolgreich fortgeführt wird. Ehrenamtlich verantwortlich sind heute unter anderem Julia Hußmann, Linda Landmesser, Guido Bock und Philipp Jansen.
Die Stiftung bietet Interessierten zudem die Möglichkeit, Praktika in Bom Conselho zu absolvieren. „Praktika können wir für jene, die sich den Ort gerne anschauen und die Erfahrung selbst erleben möchten, direkt über die Stiftung vermitteln“, erklärt Julia Hußmann.
Weitere Informationen zur Arbeit der Stiftung sowie Möglichkeiten, sie finanziell zu unterstützen, gibt es auf der Website der Stiftung.