Kirchhellen
Foto: aureus GmbH - Daniel Böhm
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Trecker-Korso: Ein Funken Hoffnung für Kirchhellen

Vielerorts haben sich die ansässigen Landwirte in der Adventszeit für einen weihnachtlichen Trecker-Korso zusammengeschlossen - Der Festzug in Kirchhellen wurde am Sonntag mit Freude bestaunt

Kirchhellen -

Schon im vergangenen Jahr hat sich die Idee der Landwirte über große mediale Aufmerksamkeit erfreut. Groß und Klein folgten den Aufrufen der Bauern, die geschmückten und beleuchteten Trecker bei ihrer Tour durch die jeweilige Stadt anzuschauen.

In diesem Jahr nahmen die Landwirte Frederik Steinmann und Thorsten Haubold die Sache in die Hand und organisierten kurzerhand einen Korso durch Kirchhellen. Zwölf Trecker tourten durch Kirchhellen, Feldhausen und Grafenwald und dem teilweise regnerischem Wetter zum Trotz kamen viele Anwohner an die Straßen, um sich das Spektakel anzuschauen.

„Gänsehaut-Feeling pur“

Laut Genehmigung durften zwölf Trecker durch den Ort fahren. Beteiligt waren Trecker der Höfe Rehring, Maassen, Stratmann, Steinmann, Miermann, Wortmann, der Familie Lux und des Hofes Haseke, an dem Mit-Organisator Thorsten Haubold angestellt ist. „Die Organisation ging ungefähr an Nikolaus los. Wir wollten den Korso schon eine Woche früher durchführen, aber in der Kürze der Zeit war keine Genehmigung mehr zu bekommen. Jetzt hat es aber geklappt und ein besonderer Dank gilt der Polizei Recklinghausen, die alles so kurzfristig durchgewunken hat“, erklärt Thorsten Haubold, der gemeinsam mit Frederik Steinmann alles auf die Beine gestellt hat. „Als wir herumgefragt haben, wer sich an der Aktion beteiligen möchte, waren eigentlich alle Landwirte sofort begeistert. Die Kurzfristigkeit hat bedingt, dass nur zwölf Trecker genehmigt wurden. Mehr Landwirte konnten es auch spontan nicht einrichten. Im nächsten Jahr können wir uns das Ganze dann auch etwas größer vorstellen.“ Mit der überwältigenden Resonanz, die die beteiligten Treckerfahrer von den Zuschauern erhielten, hat wohl niemand gerechnet. „Es war wirklich Gänsehaut-Feeling pur. Trotz Regen haben sich viele Nachbarn zusammengeschlossen und gemeinsam an den Straßen gestanden, Glühwein getrunken, uns zugejubelt und gewunken. Viele Kinder haben sogar extra Schilder gebastelt. Auch Pavillons wurden aufgebaut – einfach toll“, erklärt Thorsten Haubold begeistert.

Die Trecker-Tour soll sich etablieren

Die Organisatoren können sich vorstellen, die Aktion in den kommenden Jahren noch größer aufzuziehen und noch mehr Landwirte mit ins Boot zu holen. „Im Anschluss an die Tour haben wir alles auf dem Hof Maassen Revue passieren lassen und konnten gar nicht glauben, wie viele Leute an die Straßen gekommen sind. Es wäre toll, wenn das eine schöne Kirchhellener Tradition würde“, so Haubold. Viele Kinder hätten die eigenen Trettrecker oder Spielzeuge mitgeschmückt, bei solchen Bildern lohne sich der Aufwand, finden die Landwirte. Es stünde sogar die Überlegung im Raum, die Aktion im kommenden Jahr an zwei Tagen zu fahren – einmal in Kirchhellen, Feldhausen und Grafenwald und einmal in Gladbeck.

Fotos: aureus GmbH - Daniel Böhm

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Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

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