Kirchhellen
Else ist der erste Alltagsmensch, der dank Reinhard Esch in Kirchhellen Einzug gehalten hat. 2030 sollen 49 weitere Skulpturen für drei Monate nach Kirchhellen kommen.Fotos: Aileen Kurkowiak

Wanderausstellung: 2030 wird Kirchhellen von „Alltagsmenschen“ geziert

Initiator Reinhard Esch beging feierlich mit zahlreichen Unterstützern den zweiten Namenstag von „Else“ – und hatte obendrein spannende Neuigkeiten im Gepäck

Kirchhellen -

Vor etwas mehr als einem Jahr hat Kirchhellen eine neue Bewohnerin hinzugewonnen: Else hielt Einzug am Hof Jünger. Die Frauenskulptur wurde von Laura und Christel Lechner gestaltet, den beiden Köpfen hinter der Kunst der „Alltagsmenschen“. Diese lebensgroßen Betonskulpturen fertigt das Mutter-Tochter-Duo aus Witten bereits seit beinahe 30 Jahren an.

Else erfreut sich großer Beliebtheit auf dem Hof und begrüßt die Besucher buchstäblich schon von weitem. Nun wird das Projekt ausgeweitet, und einer der Initiatoren stellte bei der Zusammenkunft der Unterstützer die weiteren Pläne vor.

Ausstellung 2030 im Dorf

Bei einem Besuch in der Stadt Rees im Kreis Kleve fand zeitgleich eine große Ausstellung statt. Die Kirchhellener Eheleute Esch entdeckten mehr als 50 verschiedene Skulpturen im gesamten Stadtbild. Die realistischen und lebensgroßen Figuren zeigen alltägliche Szenen: Mal unterhalten sie sich, mal genießen sie die Sonne oder lesen – wie nun auch am Hof Jünger – auf einer Parkbank ein Buch.

„Da ich meine Frau nicht davon überzeugen konnte, noch eine Figur in unserem Garten aufzustellen, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen“, erinnert sich Reinhard Esch an die Anfänge des Projektes. „So kam es dazu, dass Else am Hof Jünger gelandet ist.“ Doch Esch, der für die Skulpturen des Künstlerduos brennt, möchte noch einen Schritt weitergehen.

Vergangenes Jahr haben die Initiatoren und Sponsoren den Alltagsmenschen am Hof Jünger auf den Namen „Else“ getauft.

Gibt es vielleicht sogar die Möglichkeit, eine gesamte Ausstellung nach Kirchhellen zu holen? Diese Frage stellte sich Esch – und tatsächlich wird das funktionieren. Aus organisatorischen Gründen erst im Jahr 2030, aber die Idee kann realisiert werden.

Antrieb für die Wirtschaft

„Alle Unterstützer waren sofort wieder dabei, und das Konzept nimmt Formen an. Wir haben bereits rund 17 Standorte für Kirchhellen in Absprache mit der Stadt im Blick, an denen insgesamt 50 Skulpturen aufgestellt werden können“, freut sich Esch. „Und die Sponsoren von Else waren auch sofort wieder mit im Boot.“

Die Werbegemeinschaft, die Sparkasse Bottrop, Natürlich Kirchhellen, das Kulturzentrum Hof Jünger, der Heimatverein, die Wirtschaftsförderung der Stadt und auch Bezirksbürgermeister Hendrik Dierichs zeigen sich begeistert von der Idee.

Kein Wunder, dass sich so viele Gruppierungen hinter das Projekt stellen: Eine Ausstellung dieser Größenordnung ist ein enormer Tourismusmagnet. „Mehr als 150.000 auswärtige Gäste konnte die Ausstellung in Rees in einem Zeitraum von drei Monaten anziehen. In Kirchhellen wird es bestimmt noch mehr werden“, zeigt sich Esch überzeugt. „Das kurbelt vor allem die hiesige Wirtschaft, den Handel und die Gastronomie an.“ Auch Bezirksbürgermeister Hendrik Dierichs lobt den unermüdlichen Einsatz der Initiatoren: Man habe hier eine hervorragende Chance ergriffen.

Zurück

Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

Diesen Artikel teilen