Foto: Gaby Eggert

Hannah Eifert ist Sportlerin des Jahres 2017

Elf jährige Tennisspielerin ausgezeichnet – Platz 2 und 3 für Handballer und Beachvolleyballer

Schermbeck - Sie ist seit dem Jahr 2012 aufgrund ihrer Erfolge Dauergast bei der jährlichen Sportlerehrung. In diesem Jahr nimmt die 11-jährige Gahlenerin die Trophäe endlich mit nach Hause. Die Tennisspielerin Hannah Eifert wurde Sportlerin des Jahres 2017 und durfte den Scheck von 750 Euro entgegennehmen.

Im vergangenen Jahr reihte sich ein Erfolg an den nächsten. Im Januar gewann sie ein erstes Turnier, was zur Rangliste gewertet wird. Außerdem gewann sie ihren ersten Westfalenmeistertitel. Im Juni wurde sie im Einzel Norddeutsche Vizemeisterin und im Doppel gewann sie den Titel. Im September errang sie bei den NRW Meisterschaften den zweiten Platz. In Kroatien, wo 30 Nationen teilnahmen, gewann sie mit der deutschen Mannschaft den Champions Bowl. Im Einzel wurde sie hier Fünfte. Und im Doppel Zweite. Im Oktober gewann sie in Essen das Qualifikationsturnier U 12 zum Deutschlandmasters. Außerdem gewann sie noch die Bezirksmeisterschaft in Billerbeck.
 

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Die Badmintonspielerin Angelika Erdmann erzählte von ihrer Disziplin.
Foto: Gaby Eggert

Die Handballer des SV Schermbeck gewannen den zweiten Platz (500 Euro) bei der Sportlerehrung und Beachvolleyballer Yannick Ahr den dritten Platz (250 Euro). Alle Sportler, die zeigten, wie vielfältig das Sportangebot der Gemeinde ist, kamen an diesem kurzweiligen Abend im Saal Schult zu Wort und erzählten etwas über ihre Leidenschaft. Wobei recht schnell klar war, dass alle eines eint: die Disziplin und der Fleiß nämlich. Denn bekanntlich haben ja die Götter vor den Erfolg den Schweiß gesetzt. Dabei bekamen die anwesenden Politiker von den Handballern mit auf den Weg, dass die Dreifachsporthalle, in der diese ihren Sport ausüben und in der zahlreiche Turniere stattfinden, doch sehr renovierungsbedürftig sei.

Ziemlich am Ende der Interviewrunde kam ein ganz besonderer Gast nach vorne. Angelika Erdmann, körperbehinderte Badmintonspielerin. Sie erzählte von ihrer sportlichen Disziplin und hatte die Aufmerksamkeit aller Gäste im Saal. Es war mucksmäuschenstill, als sie berichtete, dass sie, um den Rollstuhlsport ausüben zu können, zum Beispiel einen besonderen Rollstuhl benötigt.
Sie war Anfang 2000 so ehrgeizig und auch erfolgreich, dass Angelika Erdmann sich für die stattfindende Weltmeisterschaft in Spanien qualifizierte. „Aber das war ein Traum, der für mich eigentlich unerfüllt bleiben sollte“, berichtete sie und von einer großen Überraschung, als sie die Mitteilung erhielt, dass sie nach Spanien fliegen könne. „Leider gehört das Rollstuhlbadminton nicht zu den Paralympics, so dass es keine Förderung dafür gibt. Ich hatte das Geld nicht, um teilnehmen zu können, aber es wurde zunächst anonym gespendet“, sagte Angelika Erdmann mit großer Dankbarkeit in der Stimme. Und das Geld erwies sich als gut angelegt, denn Angelika Erdmann kehrte 2002 gleich mit drei Weltmeistertiteln im Rollstuhl-Badminton aus Cordoba (Spanien) zurück. Leider könne sie aufgrund von Schulterproblemen diesen Sport heute nicht mehr ausüben.

Neben der musikalischen Unterhaltung der Gesamt­schüler Mara, Laura und Max war auch der Spaßfaktor Bestandteil des Abends, der von Nicola Gille und dem Vorsitzenden des Gemeindesportverbandes Hans-Hermann Kutscher moderiert wurde. Dazu hatte Hans-Hermann Kutscher die Disziplin des Maßkrugstemmens in den Saal Schult geholt. Fußballer, Handballer und Wasserballer zeigten, was sie in den Armen haben, wobei der Fußballer ganz klar seinen Schwerpunkt wohl auf die Beine legt. Am längsten hielt der Handballer den Krug oben und heimste dafür stürmischen Applaus ein.

Rainer Schwarz (Volksbank Schermbeck) und Reinhard Hoffacker (NISPA) würdigten an diesem Abend die sportlichen Aktivitäten in der Gemeinde und versicherten auch in den nächsten Jahren die Ehrung der Sportler des Jahres mit Geldpreisen unterstützen zu wollen. ge

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