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Positives Signal für die Region

Zukunft der Emscher Lippe Energie auf eine neue langfristig stabile Grundlage gestellt – Einfluss der beteiligten Kommunen gestärkt

Kirchhellen - Die Strom- und Gasversorgung der Emscher-Lippe-Region ist auf eine neue, langfristig stabile Grundlage gestellt worden. Die Städte Bottrop, Gelsenkirchen und Gladbeck haben gemeinsam mit RWE Deutschland die Verträge für eine geänderte Anteilsstruktur am regionalen Versorger Emscher Lippe Energie GmbH (ELE) sowie weitere das Geschäft betreffende Verträge unterzeichnet.
 

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Ein guter Start ins Neue Jahr für die ELE und die Kommunen Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen.
Foto: privat

Mit einer Erhöhung ihrer Anteile an der Gesellschaft wird der Einfluss der Kommunen auf das Unternehmen gestärkt. Die drei Kommunen erwerben von RWE Deutschland jeweils rund 9,6 Prozent der Anteile an der Gesellschaft und halten damit künftig rund 16,6 Prozent, zusammen 49,9 Prozent. In Gelsenkirchen liegen die Anteile bei der Gesellschaft für Energie und Wirtschaft mbH (GEW), einer 100-prozentigen Tochter der Stadt. RWE Deutschland reduziert im Gegenzug ihre Anteile an der ELE von 79 auf 50,1 Prozent und hält damit weiterhin die Mehrheit. Bernd Böddeling, Finanzvorstand von RWE Deutschland und zugleich Vorsitzender des ELE-Aufsichtsrats, betont zu den Vertragsabschlüssen: „Mit der angepassten Gesellschafterstruktur entsprechen wir dem Wunsch der Kommunen nach einem stärkeren Einfluss auf den Energieversorger. Von der neuen Konstellation profitieren alle Beteiligten und zugleich die Region durch eine leistungsfähige Energie-Infrastruktur.“

Bernd Tischler, Oberbürgermeister von Bottrop, erklärt: „Die Fortsetzung der ELE im regionalen Verbund mit zwei befreundeten Nachbarstädten und dem RWE ist in unserer konkreten energiewirtschaftlichen Situation die beste Lösung. Wir sichern direkte Kundennähe, örtliche Wertschöpfung und regionale Arbeitsplätze. Neben der Anteilserhöhung haben wir mit dem RWE eine verstärkte Beteiligung der ELE an der notwendigen Energiewende hier vor Ort vereinbaren können. Mit der modifizierten ELE können wir den zukünftigen Herausforderungen der Energieversorgung gestärkt begegnen. Dies ist für Bottrop als InnovationCity besonders wichtig, zumal sich RWE und ELE als kompetente und begeisterte Partner in der Unterstützung und Begleitung dieses Dekadenprojektes zur Energieeffizienzsteigerung und zum Klimaschutz erwiesen haben.“

Einen Meilenstein für die Zukunftssicherung seiner Unternehmensgruppe sieht GEW-Geschäftsführer Ulrich Köllmann in dem Gesamtpaket der Verträge. „Insbesondere die Tatsache, dass das Pachtverhältnis hinsichtlich der Gelsenkirchener Strom- und Gasnetze zwischen ELE und GEW langfristig fortgesetzt werden kann, ist für die GEW-Gruppe eine gute Nachricht. Das versetzt uns in die Lage, den Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft attraktive Freizeit- und Kulturangebote machen zu können und hilft uns, die Arbeitsplätze in der Unternehmensgruppe zukunftssicher zu gestalten.“ Zufrieden zeigt sich auch ELE-Geschäftsführer Kurt Rommel nach der Vertragsunterzeichnung: „Mit dem heutigen Tag kommt ein langer Verhandlungsweg zu einem, wie ich denke, wirklich guten Ende. Die gesamte Belegschaft, die Führungsmannschaft der ELE und natürlich auch ich ganz persönlich sind froh über dieses Ergebnis. Das hinter diesen Verträgen stehende Vertrauen der Gesellschafter in die ELE ist eine gute Basis, um die vor uns liegenden Herausforderungen anzugehen und zu meistern.“

Die Gremien der Gesellschafter haben allen Verträgen bereits zugestimmt. Die Genehmigung der Änderungen bei den Gesellschaftsanteilen an der ELE wurde vom Bundeskartellamt bereits erteilt.

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