Foto: Egon Maier

Alternative für den Heidesee

Der Töttelbergsee wird nicht wie ursprünglich geplant in diesem Jahr fertig – Eine Entlastung wäre aber dringend nötig

Kirchhellen - Strahlender Sonnenschein mit Temperaturen von bis zu 30 Grad im Schatten: Bei diesen wettertechnischen Voraussetzungen zieht es die Menschen immer wieder ins kühle Nass. In Bottrop verleitet es sogar oftmals zu illegalem Badespaß: Sobald die Temperaturen steigen, wird der Heidesee zur „Partymeile“ und – trotz Badeverbot – von Badegästen belagert. Aus diesem Grund wurde vor zehn Jahren ein neuer See am Alten Postweg geplant, der eine legale Alternative schaffen sollte. Und diese Entlastung wird nun immer dringender gebraucht.

Da der Heidesee bedingt durch den Bergbau nach Westen kippt, zieht sich das Wasser vom Ostufer immer mehr zurück. In der Folge wächst dort der Sandstrand weiter und zieht zahlreiche illegale Badegäste in das Naturschutzgebiet, die der Pflanzen- und Tierwelt gleichermaßen schaden. Eine legale Alternative soll der Töttelbergsee bieten, der bereits vor zehn Jahren geplant wurde und ursprünglich in diesem Jahr fertig werden sollte. „Wir sind noch nicht so weit, wie wir gerne wären“, sagt Christina Kleinheins vom Planungsamt der Stadt Bottrop. Einerseits nimmt die Auskiesung der Grube, aus der später der See entstehen soll, mehr Zeit in Anspruch als anfangs geplant. Auf der anderen Seite sorgt ein komplexes Planungsverfahren für Verzögerung. Im Landschaftssowie im Flächennutzungsplan ist der See bereits zu finden und eine Fertigstellung rückt immer näher. Die Grube hat schon fast die Größe erreicht, die nötig ist. Auf einen Fertigstellungstermin möchte man sich bei der Stadt noch nicht festlegen. Kirchhellen darf aber hoffen, dass es dem Töttelbergsee nicht ähnlich ergeht wie dem Flughafen Berlin-Brandenburg. In Spitzenzeiten soll er übrigens Platz für bis zu 5.000 Personen bieten. jh

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