Foto: Julian Schäpertöns

Kontrollen am Heidesee

Das Naturschutzgebiet am Heidesee wird in den Ferien von den Behörden kontrolliert

Kirchhellen - Im See schwimmen, am Ufer grillen, Hunde frei laufen lassen oder wildangeln: Das alles ist im Naturschutzgebiet am Heidesee nicht erlaubt. Und doch halten sich viele Menschen nicht an diese Verbote. Jetzt will die Stadt durchgreifen. Zusammen mit Polizei, den Regionalverband Ruhr und dem Forstbetrieb Wald und Holz kündigt sie Kontrollen in den Ferien an. Anfang August zogen sie bereits zum ersten Mal los, um am Heidesee für Recht und Ordnung zu sorgen. Zwei weitere Termine sind geplant.

„Es geht uns nicht ums Bestrafen, sondern darum, auf die Probleme aufmerksam zu machen“, erklärt Stefan Beckmann, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Grün. Deswegen wurden am ersten Aktionstag am 4. August erst mal nur gelbe Karten verteilt. Denn viele Menschen scheinen nicht zu wissen, dass der Heidesee ein Biotop mit empfindlicher Wasservegetation ist, das unter Naturschutz steht. An zwei weiteren Tagen im August wollen die Akteure dann richtig durchgreifen und Geldstrafen verteilen. Es soll klar gemacht werden, dass die Verbote nicht nur zum Spaß aufgestellt wurden, sondern bei Missachtung auch durchgegriffen wird. Deshalb wurde auch die Polizei mit ins Boot geholt. Seit Jahren wird beobachtet, wie die Ufervegetation zerstört wird. Müll wird in den Büschen hinterlassen, Feuer wird in Zeiten von akuter Brandgefahr gemacht und es wurde sogar beobachtet, wie Pferde im See gebadet wurden. Stefan Beckmann empfiehlt, sich bei sommerlichen Temperaturen in freien Gewässern abzukühlen, wie zum Beispiel im Silbersee in Haltern oder im Stenkhoffbad. js

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