Foto: Privat - Schermbecker Energiegenossenschaft
Foto: Privat - Schermbecker Energiegenossenschaft

Energiegenossenschaft in Schermbeck hat abgestimmt

Die Abstimmung der Generalversammlung der Energiegenossenschaft Schermbeck per Umlaufverfahren wurde gut angenommen.

Schermbeck - Der Vorstand der Schermbecker Energiegenossenschaft ist mehr als zufrieden. Neue Zeiten brauchen neue Wege, das gilt für den Klimaschutz und in diesem Jahr auch für die Generalversammlung. „Mit so vielen Antworten unserer Mitglieder haben wir wirklich nicht gerechnet. Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz und den guten Rücklauf und möchten uns für das Mitwirken der Mitglieder sehr bedanken“, sagt Annika Friedrich, Vorstandsmitglied der Schermbecker Energiegenossenschaft.

Aufgrund der aktuellen Beschränkungen für Veranstaltungen hatte man sich im Juli entschieden, die Generalversammlung in diesem Jahr schriftlich im sogenannten Umlaufverfahren durchzuführen. Alle Mitglieder wurden angeschrieben. Sie erhielten Informationen zum Jahresabschluss und zum vergangenen Geschäftsjahr sowie einen Stimmzettel. Der Jahresabschluss und die Gewinnverwendung konnten so ebenso beschlossen werden, wie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. 242 der stimmberechtigen 438 Mitglieder haben an der Abstimmung teilgenommen. Die Auszählung der Stimmen erfolgte am 18. August 2020. „In diesem Jahr haben wir in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat eine Dividendenzahlung von vier Prozent vorgeschlagen. Diese wurde von den Mitgliedern einstimmig genehmigt und beschlossen.

Der Jahresabschluss wurde genehmigt und auch Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet. Wir danken allen Mitgliedern für ihr Mitwirken und ihr Vertrauen“, sagt Michael Redeker, ebenfalls Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft. Die Ausschüttung der Dividende erfolgte per 19. August 2020. Die beiden PV-Anlagen der Genossenschaft produzieren seit zehn Jahren Sonnenstrom in einer Größenordnung, die den Strombedarf von gut 50 Dreipersonenhaushalten deckt. Für die beiden Schermbecker Windparks, an denen die Mitglieder der Energiegenossenschaft mit 1,25 Millionen Euro beteiligt sind, war das stürmische letzte Jahr ein Rekordjahr. Im März 2019 ist das E-Carsharing SCHERMYCAR mit zwei Elekroautos gestartet. Die beiden Renault Zoes sind 2019 22.500 Kilometer gefahren, davon etwa 10.500 Kilometer im Sharing. „Unsere Vision ist, dass viele Schermbecker ihren Zweitwagen abgeben und alternativ das E-Carsharing oder ein Lastenrad nutzen. Wir haben zusammen mit dem Thomas Heer, dem Klimaschutzmanager der Gemeinde Schermbeck und dem Bikeshopinhaber Dominik Spahn ein E-Lastenrad bestellt. Das Lastenrad kann bald kostenlos beziehungsweise gegen eine kleine Spende im Bikeshop ausgeliehen werden“, berichtet Petra Menting, die ebenfalls im Vorstand der Energiegenossenschaft tätig ist.

In den letzten Wochen kam vermehrt die Frage nach der Zeichnung neuer Anteile auf. Die Schermbecker Energiegenossenschaft ist aktuell in der Planungsphase zu einigen neuen Projekten. Eine Finanzierung dieser Projekte über die Hereinnahme neuer Mitglieder ist für den Vorstand gut vorstellbar. Da in Schermbeck das Thema Windkraft sehr gut umgesetzt wurde, fokussieren sich die Energiegenossenschaft aktuell auf den Ausbau von Photovoltaik. „Wir stehen gerade mitten in den Planungen eines Mieterstromprojektes. Mieterstrom ermöglicht endlich auch Mietern Sonnenstrom zu nutzen und von der Förderung zu profitieren. Wir hoffen, dass, wie schon länger angekündigt, die Förderung und die praktische Umsetzung durch Anpassungen im Mieterstromgesetz noch attraktiver werden. Wir sehen hier für die Schermbecker Bürger noch ein großes Potenzial.“ Konkretere Informationen werden erfolgen, wenn der entsprechende Finanzierungsbedarf geklärt ist. Allgemeine Informationen zur Schermbecker Energiegenossenschaft, dem Umlaufverfahren und den aktuellen Projekten sowie einen informativen und spannenden Blog zu verschiedensten Klimaschutzthemen finden Sie unter www.klimaschutz-in-schermbeck.de.

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