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Mit dem Gladbecher die Umwelt schonen

Gladbeck setzt mit dem „Gladbecher“ auf Mehrweg – der Umwelt zuliebe. LebensArt gibt außerdem weitere Tipps, wie der Umwelt im Alltag Gutes getan werden kann.

Gladbeck - Seit 2 Millionen Jahren bewohnt der Mensch die Erde. In den erste 1.999.900 Jahren ist das auch einigermaßen gut mit der Umwelt verträglich gewesen. Doch was in den letzten drei Generationen alles schief gelaufen ist in Sachen Umweltschutz, hat zum großen Teil unwiderrufliche Schäden zurückgelassen. Jetzt heißt es, Schadensbegrenzung vorzunehmen. Auch die Stadt Gladbeck setzt mit seinem „Gladbecher“ ein Zeichen. Allein in Gladbeck landen jährlich tausende Kaffeebecher im Müll – oder nicht selten auch abseits davon. Gemeinsam mit örtlichen Cafés soll dieser Verbrauch nun durch die Einführung des „Gladbechers“, einem von der Stadt Gladbeck entworfenen Mehrweg-Getränkebecher, reduziert werden.

Wer sich bei den Bäckereien BackWerk, Gatenbröcker und Kläsener einen Coffee-To-Go kaufen möchte, kann dies seit Juni nachhaltig tun. Dort sowie in der Gladbeck-Information und dem Hahne Geschenkeartikelgeschäft an der Horster Straße 1 kann der „Gladbecher“ gekauft und in den Cafés mit einem Heißgetränk gegen einen Rabatt befüllt werden.
Für Xhenita Mehmeti aus dem Referat für Wirtschaftsförderung und Kommunikation der Stadt Gladbeck ist dies ein Schritt in die richtige Richtung: „Wir freuen uns sehr über die Kooperationen.“ Insgesamt wird der Becher nun in 13 Verkaufsstellen für vier Euro erhältlich sein. „Wir hoffen, weitere Partner für das Projekt gewinnen zu können und damit ein Bewusstsein für mehr Mehrweg zu schaffen.“

Gutes tun und sparen

Der Einsatz eines Mehrwegbechers wird natürlich belohnt. So gewährt die Bäckerei Gatenbröcker mit insgesamt vier Filialen im Stadtgebiet 20 Cent Rabatt auf Heißgetränke in mitgebrachten Bechern. „Nachhaltigkeit und Müllvermeidung sind aktuelle und wichtige Themen für uns. Wir beteiligen uns bereits in Gelsenkirchen an einer ähnlichen Aktion und freuen uns, nun auch in Gladbeck aktiv sein zu können“, sagt Christian Leben, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens.

Zehn Cent weniger zahlt man bei BackWerk in der Fußgängerzone, wenn man seinen Becher selbst mitbringt. „Wir werden uns in Zukunft noch stärker mit dem Thema beschäftigen“, sagt Franchisenehmer Ibrahim Kojok. Demnach würden viele Kunden bereits automatisch zum Pappbecher greifen, selbst wenn das Heißgetränk im Café zu sich genommen wird. „Daher finden wir es gut, bereits heute gemeinsam mit der Stadt darauf aufmerksam machen zu können.“ Auch bei der Bäckerei Kläsener mit sechs Filialen in Gladbeck hat man sich bereits im Vorfeld mit dem Thema Mehrweg-Getränkeverpackungen auseinandergesetzt: „Wir waren schon länger auf der Suche nach einem praktikablen System. Daher beteiligen wir uns gerne an der Aktion und bieten einen großen Kaffee (0,3 Liter) sowie Kaffee-Spezialitäten allesamt für 1,60 Euro an“, sagt Stephan Kläsener, zuständig für Kommunikation und Marketing im Unternehmen. „Ich denke, das ist ein guter Anreiz, öfter seinen Mehrwegbecher mitzunehmen.“

Einzige Voraussetzung: Sauber muss der mitgebrachte Becher sein. Dann steht dem nachhaltigen Coffee-to-go-Genuss nichts mehr im Wege. Der Mehrweg-Becher im Jubiläumslook lehnt sich an das Corporate Design der Stadt an und ergänzt die aktuelle Sauberkeitskampagne „Sauberes Gladbeck“.

Umweltschutz selbst gemacht!

Jeder kann etwas für die Umwelt tun, zum Beispiel Plastik vermeiden. Foto: © Werner / Fotolia.com

Schon in unserem Alltag können wir viele Dinge tun, die Ressourcen sparen und unser Leben nachhaltiger gestalten. Beim täglichen Einkauf Plastik vermeiden, zuhause Energie sparen und vieles mehr – wir von der LebensArt haben weitere Tipps zusammengestellt, wie Sie nachhaltigen Konsum und Umweltschutz mit Ihrem Alltag vereinbaren können.

Plastik vermeiden

  1. Überflüssige Einwegprodukte aus dem Alltag
    verbannen Trinkhalme, Plastikteller und -besteck werden nur wenige Minuten benutzt und landen dann in der Mülltonne. Dabei ist ein zentrales Ziel im Umweltschutz, die Menge an Müll, die täglich produziert wird, drastisch zu reduzieren. Deshalb sollte man sich ans Herz fassen und einfach ein bisschen mehr Abwaschen nach der Party und dadurch die Umwelt und ganz nebenbei den eigenen Geldbeutel schonen. Wer nach der Party zu faul zum Spülen ist, kann beim Getränkelieferanten nach Gläsern fragen. Viele bieten die Anlieferung von Gläsern und sogar das Spülen danach als Service an.

  2. Einkaufen mit gutem Gewissen
    In vielen Supermärkten und Discountern hat man als Kunde oft kaum eine Chance, ausschließlich unverpackte Lebensmittel zu kaufen. Häufig wird das Produkt in viel Plastik gehüllt. Besonders bei der Obst- und Gemüse-Abteilung sollte man darauf achten. Hier kann man auf wiederverwertbare Obst- und Gemüsenetze zurückgreifen. Eine tolle Alternative bieten zudem „Unverpackt“-Läden. Mitgebrachte Behälter werden hier einfach aufgefüllt. Ansonsten können der Wochenmarkt und Läden mit Frischetheken eine Alternative sein, um Plastik zu vermeiden.

  3. Mehrfach verwendbare Tragetaschen Ob aus Plastik oder Papier - die Ökobilanz von Einweg-Tragetaschen ist miserabel. Am besten den eigenen Einkaufsbeutel zum Einkaufen gleich von zu Hause mitbringen.
  4. Mehrweg statt Einweg Mehrwegflaschen sind umweltfreundlicher als Einwegflaschen. Der Energie- und Ressourcenverbrauch für Rücktransport und Reinigung ist bei Mehrwegflaschen geringer als der zusätzliche Herstellungsaufwand für Einwegflaschen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Glas- oder PET-Mehrwegflaschen handelt. Allerdings sollten diese aus der Region kommen. Mehrwegflaschen erkennen Sie teilweise am Logo „Mehrweg – Für die Umwelt“ oder am Blauen Engel.

  5. Müll trennen Müllverbrennung erzeugt Treibhausgase: Landet der ganze Müll im selben Mülleimer, wird er als Restmüll verbrannt und erzeugt Treibhausgase. Auch Recycling kann energieaufwendig sein, ist aber trotzdem noch besser, weil es Rohstoffe wie Plastik und Metall mehrfach nutzt.

  6. Ärmel hochkrempeln und Müll sammeln! Jedes Müllteil, das gesammelt wird, kann keinen Tiermagen mehr verstopfen.

Energie sparen

  1. Jeder Topf findet seinen Deckel Kochen mit Deckel kostet ein Drittel weniger Energie als „oben ohne“. Wählen Sie den Topf immer passend zur Herdplattengröße aus.

  2. Abschalten statt Stand-by „Stand by“ kostet Strom und Geld. Ziehen Sie Ladegeräte nach Gebrauch aus der Steckdose. Mit abschaltbaren Steckdosenleisten drehen Sie allen angeschlossenen Geräten mit einem einzigen Knopfdruck den Saft ab.

  3. Wasserkocher statt Herdplatte Ob Tee oder Pasta – erhitzen Sie das Wasser im elektrischen Wasserkocher. Der ist schneller und benötigt weniger Energie als der Topf auf dem Herd.

  4. Energie sparen beim Waschen Waschen Sie im finanziellen Schongang und mit Sparprogrammen. Und nur dann, wenn die Maschine voll ist.

  5. Strom sparen im Badezimmer Ein Gerät, das viel Strom verbraucht, ist der Föhn. Nutzen Sie ihn daher so wenig wie möglich. Falls Sie eine elektrische Zahnbürste mit Ladestation haben, stellen Sie die Zahnbürste nur ca. einmal pro Woche auf die Station.

Richtig Einkaufen

  1. Regionale Produkte Unterstützen Sie den regionalen Handel und kaufen Sie Produkte aus Ihrer Region. Damit tut man nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern unterstützt zudem noch Kleinbetriebe aus der Umgebung.

  2. Nur das kaufen, was man braucht Werfen Sie keine Lebensmittel weg! Wir leben in einer Wegwerf-Gesellschaft und haben viel mehr Lebensmittel als wir überhaupt essen können. Also – einfach weniger einkaufen und darauf achten, dass keine Lebensmittel im Müll landen.

  3. Unterstütze BIO und Fair-Trade! Keine Frage, auch bei BIO-Produkten muss man gezielt darauf achten, wo es herkommt, aber zumindest ist der Ansatz und der Gedanke dahinter der richtige Weg.

kb

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