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Sparkasse Gladbeck ist zufrieden

Ein gutes Jahr lässt die Sparkasse Gladbeck trotz Herausforderungen optimistisch auf 2018 blicken – Filiale an der Voßstraße wird zur Selbstbedienungszweigstelle

Gladbeck - „Mit dem Ergebnis des Jahres 2017 sind wir vor dem Hintergrund der herausfordernden Rahmenbedingungen zufrieden.“ So äußert sich Ludger Kreyerhoff, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gladbeck, zu Beginn der diesjährigen Bilanzpressekonferenz. Denn das vergangene Jahr war geprägt durch das historisch niedrige Zinsniveau, weiter zunehmende aufsichtsrechtliche Vorgaben sowie die fortschreitende Digitalisierung.

In der Folge ist der Zinsüberschuss im Kundengeschäft gesunken. Ausgeglichen werden konnte dieser Rückgang insbesondere durch verringerte Personal- und Sachaufwendungen. Die Bilanzsumme belief sich zum Jahresende 2017 auf 772,5 Millionen Euro und erhöhte sich damit um 1,2 Prozent. Das Kundengeschäftsvolumen, das neben den entsprechenden Bilanzpositionen auch die Kundenbestände im Wertpapiergeschäft umfasst, stieg um 4,2 Prozent auf 1.324,2 Millionen Euro.

Trotz der Niedrigzinsphase ist der Spargedanke der Kunden ungebrochen. Die Kundeneinlagen stiegen um 1,4 Prozent. Der Trend zu täglich fälligen Anlageformen hielt weiter an. „Besonders im Wertpapiersektor verzeichneten wir eine erfreuliche Dynamik, da immer mehr Anleger Vertrauen in Investmentfonds fassen“, stellt Marcus Steiner fest, der im Vorstand unter anderem für das Privatkundengeschäft zuständig ist.
 

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Ludger Kreyerhoff
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Zur Absicherung von Lebensrisiken, zur Altersvorsorge, aber auch zur Vermögensbildung wurden Lebensversicherungen und Bausparverträge in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro abgeschlossen. Das mit Immobilienvermittlungen erwirtschaftete Provisionsergebnis lag weiterhin auf hohem Niveau. Auch im Kreditgeschäft konnte die Sparkasse deutlich zulegen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt Kredite in Höhe von etwas mehr als 100 Millionen Euro zugesagt, vorrangig im Baufinanzierungs- und gewerblichen Kreditgeschäft.

Die Auswirkungen der Niedrigzinsphase werden auch weiterhin das Ergebnis der Sparkasse beeinflussen. Nach Auffassung von Ludger Kreyerhoff ist die Sparkasse aber auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet. „Wir verfügen über eine solide Eigenkapitalausstattung und erledigen unsere Hausaufgaben.“ „Was sich in der Vergangenheit bewährt hat, wollen wir auch in der Zukunft fortführen - nämlich innovativ sein und dabei stets menschlich und kundennah bleiben“, ergänzt Marcus Steiner.

Um die Beratungsqualität weiter auszubauen, werden aktuell 13 Berater intensiv weiterqualifiziert. Gleichzeitig werden die Erreichbarkeit der Sparkasse Gladbeck erhöht und ab dem 1. Juni die Beratungszeiten deutlich ausgeweitet. Die  Berater stehen nach vorheriger Terminvereinbarung von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 19 Uhr für die Kunden zur Verfügung.

Die Digitalisierung macht auch vor der Sparkasse nicht halt. Aktuell ist besonders stark der Zahlungsverkehr von digitalen Innovationen geprägt. Die Sparkassen-App erfuhr ein grundlegendes Update und verfügt über zahlreiche neue Funktionen. Beispiel „Kwitt“: Die unkomplizierte Zahlungsfunktion von Handy zu Handy wurde erweitert und überarbeitet und lässt sich bereits jetzt schon über eine Spracherkennung steuern. Für einen breiten Kundenkreis der Sparkasse gehört „Banking digital“ längst zum Alltag. Insbesondere die jungen Privatkunden haben bereits die App auf ihrem Smartphone installiert. Und viele Kunden nutzen zusätzlich oder ausschließlich das „klassische“ browser-gestützte Internet-Banking, so dass über die Hälfte der Sparkassenkunden einen Online-Zugang für ihre Bankgeschäfte freigeschaltet haben. 
 

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Marcus Steiner
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„Das digitale Angebot der Sparkasse Gladbeck wird von unseren Kunden immer häufiger in Anspruch genommen“, erläutert Marcus Steiner. Um auch hier den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, wird das KundenServiceCenter (KSC) der Sparkasse Gladbeck weiter ausgebaut. Neben der personellen Ausstattung wurden auch die Zeiten der Erreichbarkeit des KSC optimiert. Das KSC ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 Uhr bis 19 Uhr unter der Rufnummer (02043) 271-0 oder per Mail erreichbar. Im KSC können bequem standardisierte Bankgeschäfte abgewickelt werden. Zusätzlich erhalten die Kunden im KSC umfangreiche Informationen zu den Themen Onlinebanking, Geldanlagen und Finanzierungen.

Aufgrund des deutlich veränderten Kundenverhaltens passt die Sparkasse ihr Filialnetz zum 1. Juni  an: Zu diesem Zeitpunkt  wird der Standort Voßstraße in eine Selbstbedienungszweigstelle umgewandelt. „Dieser Entschluss ist uns nicht leicht gefallen. Aber wir haben eine immer geringere Kundenfrequenz in dieser Geschäftsstelle festgestellt“, äußert sich Marcus Steiner. „Aufgrund des geänderten Kundenverhaltens ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Wirtschaftlich ist die unter Sicherheitsgesichtspunkten notwendige Mindestausstattung an Personal nicht mehr vertretbar“, so Ludger Kreyerhoff weiter. Das Selbstbedienungsangebot wird auch nach dem 1. Juni 2018 für die Kunden dort vor Ort verbleiben. Die Mitarbeiter übernehmen neue Aufgaben im Hause der Sparkasse Gladbeck. Die Betreuung und Beratung der Kunden erfolgt über alle anderen Geschäftsstellen im Stadtgebiet, vornehmlich an der Geschäftsstelle am Kardinal-Hengsbach-Platz in Zweckel und an der Hauptstelle in Stadtmitte.

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