Margot Hülskemper übernimmt das Ruder in Kirchhellen

- alle Kirchhellener sollen sich wohl fühlen!

Margot Hülskemper aus Grafenwald wurde am 21. August in derBezirksversammlung zur neuen Bezirksvorsteherin für Kirchhellen gewählt. Damittritt sie die Nachfolge von Werner Dierichs an, der das Amt nach 16 Jahren anseine bisherige Stellvertreterin abgeben hat. Hülskemper wurde mit 11 von 15Stimmen gewählt. Bernhard Steinmann wurde mit 9 von 15 Stimmen  zu ihrem Stellvertreter gewählt. Eine ihrerersten Amtshandlungen war dann auch die Verabschiedung ihres Vorgängers – dazukreierte sie eine neue Wortschöpfung: „Ich danke dem Alt-BezirksvorsteherWerner Dierichs für seine langjährige Tätigkeit.“

 

LebensArt erfuhr im Gespräch mit Margot Hülskemper, wie sieihre neue Aufgabe einschätzt:

Wie waren die ersten Wochen nach der Wahl zurBezirksvorsteherin?

 

Anstrengend! Die erste Zeit nach der Übernahme des Amteswaren ja noch Ferien, doch als ich dann am 21. August gewählt wurde, reihtesich bereits ein Termin nach dem anderen. Es ist schon etwas anderes, ob ichals Stellvertreterin einen Termin wahrnehme oder als Vorsteherin. Vor allemEhrungen und Schulentlassungen waren in den vergangenen Wochen an derTagesordnung. Der Kontakt zu den Menschen ist mir ein besonderes Anliegen.

Die Versammlung selbst habe ich anders erlebt als dieunzähligen davor – jetzt stand ich selbst im Mittelpunkt. Sonst waren es immerdie Themen. Doch ich habe auch sehr viel Schönes erlebt. Die vielen Glückwünsche,die ersten Einladungen haben mir das Gefühl gegeben ´Du schaffst das schon!`.Besonders nett fand ich den Ausspruch ´ Eine Frau, ne Wöllerin und noch inroter Jacke -  wenn das mal gut geht!“

 

 

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Mir ist die Integration der vielen Neubürger, die durch dieNeubaugebiete nach Kirchhellen kommen, sehr wichtig. Dazu kommen die BereicheSchule und Jugend sowie der Bergbau – da werden wir gemeinsam an den Baustellenweiterarbeiten, die von meinem Vorgänger bereits angeschnitten wurden. Es istwichtig für Kirchhellen, dass sich die neu zugezogenen Menschen hier wohlfühlen. Und Kirchhellen wird in den nächsten Jahren noch wachsen. Das ThemaBergbau wird uns ebenfalls in der nächsten Zeit stark beschäftigen. In derProblematik der Bergschäden auf bin ich auf Seiten der Betroffenen und hoffe,dass mit dem "Ewigkeitsfond" wirklich unsere Schäden hier beseitigtwerden. Und ich bin sicher, dass wir auf einem guten Weg sind.

 

Haben Sie sich etwas Besonderes vorgenommen?

 

Nein, es wird keine konkreten Änderungen geben. Ich habe jabereits acht Jahre mit Werner Dierichs eng zusammen gearbeitet und werde dieThemen weiter so behandeln, wie sie angeschnitten wurden. Das ist natürlich einVorteil aus der langjährigen Stellvertreterposition heraus agieren zu können.

 

Wie sind Sie zur Politik gekommen?

 

Das war eine langjährige Entwicklung. Als Jugendliche in derNachkriegszeit bin ich immer schon politisch sehr interessiert gewesen. Mit demUmzug nach Grafenwald kam ich an eine Mitarbeit im Team der KatholischenFrauengemeinschaft Deutschland (kfd). Gleichzeitig bin ich in die CDUeingetreten, jedoch zunächst ohne politisches Mandat. Nach acht Jahren alsTeamsprecherin der kfd wollte ich weiter das Leben in Grafenwald mitgestaltenund habe mich letztendlich 1994 in die Bezirksversammlung wählen lassen. Seit1998 bin ich stellvertretende Bezirksvorsteherin und nun Vorsteherin –eigentlich ein logischer Werdegang, oder?!

 

Als Grafenwälderin für ganz Kirchhellen zuständig zu sein?(K)ein Problem?

 

Nein, auf gar keinen Fall. Ich sehe diese Trennung auchnicht. In den meisten Fällen sind es doch eher witzige Neckereien, die zwischenden Ortsteilen stehen. Die Tradition verlangt das vielleicht. Doch in dertäglichen Arbeit und dem Zusammenleben muss Kirchhellen als Einheit auftreten.Und ich bin sicher, das wird in der nächsten Zeit auch verstärkt so sein.

 

Wie sieht Kirchhellen in zehn Jahren aus?

 

Ich hoffe, es bleibt viel Ähnlichkeit mit heute – es wirdsich weiter entwickeln, ohne jedoch das Gesicht zu verlieren.

 

Frau Hülskemper, vielen Dank für das Gespräch und vielErfolg und Spaß als Bezirksvorsteherin!

 

Margot Hülskemper, Jahrgang 1949, wohnt seit 1969 inGrafenwald, verheiratet mit Norbert Hülskemper, zwei Kinder, eine Enkeltochter,

seit 1972 in der CDU, im Vorstand seit 1995, ein Jahr späterWahl zur stellvertretenden Bezirksvorsteherin, Mitglied im Ausschuss Bau undVerkehr der Stadt Bottrop

Diesen Artikel teilen:

Zurück