Foto: Julia Liekweg

Neues Konzept für kleine und große Leser beim Sommerleseclub

Der Sommerleseclub der Stadtbücherei Gladbeck bietet in den Sommerferien spannende Workshops und Projekte rund um das Thema Bücher.

Nach zweijähriger Pause startet die beliebte Sommerferienaktion mit vielen Neuerungen. „Kreativ, digital, kooperativ“ sind die Schlagworte, die die Stadtbücherei in diesem Jahr umsetzen möchte. Das Ziel des Sommerleseclubs ist es, insbesondere Kinder wieder zum Lesen zu bewegen und durch verschiedene Annäherungen an den Text wieder den Spaß am Lesen zu fördern. Dafür wurden auch mit Unterstützung der Sparkasse Gladbeck einige neue Bücher angeschafft, die den aktuellen Interessen wie den derzeit beliebten Spielen „Fortnite“ und „Minecraft“ entsprechen.

Anders als in den vergangenen Jahren müssen Teilnehmer jetzt nicht mehr einfach den Inhalt der Bücher wiedergeben, sondern können richtig kreativ werden. In einem Logbuch, das ebenfalls ganz bunt dekoriert werden darf und soll, ist Platz für Notizen und Gedanken, bunte Aufkleber, Zeichnungen und Perlen. Aber auch eigene Trickfilme mit Lego-Figuren oder individuell gestaltete Buch-Cover mit Fotografien sind eine Möglichkeit, am Ende einen „Oskar“ abzuräumen. Für die gestalterischen Aufgaben werden auch eigene Workshops angeboten, falls jemand doch noch kleine kreative Denkanstöße benötigt. Die „Oskar“-Verleihung am Ende des Leseclubs wird dann ganz groß: Es gibt einen roten Teppich, goldene Umschläge mit den Gewinnern und Oskar-Figuren.

Mit Unterstützung der Sparkasse Gladbeck konnten viele neue Bücher für den Leseclub angeschafft werden. Foto: Julia Liekweg

„Wir legen schon noch viel Wert auf das Logbuch“, erklärt Elisabeth Klapheck, Leiterin der Kinder- und Jugend-bücherei. Trotz der spannenden neuen Annäherungsmöglichkeiten an den Lesestoff halte man an den gewohnten Sachen fest. Das kleine bunte Heft muss am Ende des Leseclubs eingereicht und ist die Vorraussetzung, um zur Abschlussveranstaltung eingeladen zu werden. Wie bei einer echten Preisverleihung werden dann das beste Logbuch, der beste Leser und die besten Filme und Fotos prämiert. Elisabeth Klapheck erklärt: „Natürlich ist unser Hauptziel, Kinder wieder zum Lesen zu bewegen. Und dafür wurden eben auch neue Bücher mit beliebten Themen angeschafft“. Die Digitalisierung durch Trickfilme und Fotografien soll das Lesen ebenso wieder moderner gestalten. Auch dem Lesestoff und den Teams gegenüber ist das Konzept offener geworden. In diesem Jahr können sich Leseratten aus dem ganzen Bestand der Bücherei bedienen, was eine Auswahl von etwa 100.000 Büchern und Hörbüchern bietet. Dazu sind Teilnehmer herzlich eingeladen, auch Werke vorzustellen, die sie bereits Zuhause haben. Auch die Themen der Bücher sind ganz frei wählbar: Wer mag, kann auch einfach ein Kochbuch vorstellen!

Ebenso gibt es in diesem Jahr die Möglichkeit, Geschichtender „Tonies“ vorzustellen. „Tonies“ sind kleine Figuren, die, auf der entsprechenden Box platziert, eine Geschichte wiedergeben. Obwohl besonders die gestalterischen Aktivitäten eher auf die jüngeren Leseratten ausgelegt sind, können Leute im Alter von 1 bis 99 Jahren mitmachen. Die Idee hier hinter ist es, dass statt als Einzelkämpfer dieses Jahr Teams von zwei bis fünf Personen antreten können. Elisabeth Klapheck erklärt: „Wir bieten damit die Möglichkeit, als Familie anzutreten. Somit kann die Mutter ihrem Einjährigen vorlesen“.

Die Digitalisierung des Leseclubs sei wichtig, findet auch Eva Beck, die Leiterin der Stadtbücherei. Da Kinder schon in jungen Jahren an die neuen Medien herangeführt werden, müsse man solche Sachen einfach aufgreifen. Für das nächste Jahr stehen noch weitere Überlegungen an. „Eventuell könnte es sein, dass im nächsten Jahr die Logbücher auch online gestaltet werden können“, kündigt Elisabeth Klapheck an. Sicher sei das zwar noch nicht, aber die Kinder- und Jugendbuchleiterin würde sich auch über das Logbuch in Papierform weiter freuen. Allerdings habe man auch bemerkt, dass die Anmeldezahlen im Jahr 2016 rückläufig waren. Daher sei die Modernisierung notwendig gewesen, sodass man in diesem Jahr dem Leseclub ganz hoffnungsvoll gegenüber steht. jl

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