Ein Leuchtfeuer mitten im Dorf

Heilpädagogisches Zentrum Kirchhellen erweitert Räumlichkeiten

Da wäre zum einen das Bauernhaus „An der Linde“,ein weiterer Stützpunkt ist ein Haus für stationäre Betreuung „In der Miere“,die reitpädagogische Therapie findet auf dem Hof Große-Venhaus statt und seitneuestem eben auch die Praxis „Leuchtfeuer“ in der Dorfmitte. Dort bieten ElleSchudek und ihr Team in Kooperation mit einer ortsansässigen Praxis für Kinder-und Jugendpsychiatrie ihre Leistungen an. „Das geht von der umfassendensystemischen Familiendiagnostik über die Beratung bei der Entwicklungindividueller Hilfen, Einzel- und Gruppenförderung, Supervisionen und eben dieheilpädagogischen Maßnahmen wie Reiten, Voltigieren, Musik- oderSpieltherapie.“ Mittlerweile bietet das 24-köpfige Team 15 Betreuungsplätze fürKinder und Jugendliche in zwei verschiedenen heilpädagogischen intensivbetreuten Tagesgruppen an. Die Struktur des Platzangebotes richtet sich an  Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichenVerhaltensauffälligkeiten, Behinderungen oder Entwicklungsrückständen und gibt nachdem heilpädagogischen und förderdiagnostischen Ansatz eine heilpädagogischeFörderung. Schwerpunkt der Arbeit ist die experientielle Reittherapie, dasHeilpädagogische Reiten und Voltigieren sowie Focusing.

„Die Kinder und Jugendlichen derTagesgruppen werden von uns von der Schule abgeholt und verbringen denNachmittag nach individuellen Strukturen im Heilpädagogischen Zentrum. UnserAngebot am Nachmittag wird meistens nach den Bedürfnissen der Kinderfestgelegt, sollte aber grundsätzlich heilpädagogisch, therapeutischausgerichtet sein“, erläutert die 42-jährige ausgebildete Heilpädagogin. DasZentrum ist zwar eine freie Praxis, ist jedoch vom LandschaftsverbandWestfalen/Lippe als pädagogische Einrichtung anerkannt und arbeitet mit denstädtischen Jugendämtern zusammen. Die jeweilige individuelle Förderung wirdgemeinsam mit der Familie, den Ärzten und den Kostenträgern entwickelt. „Zielunserer Arbeit ist es, den jungen Menschen eine Hilfe für ihr weiteres Leben zugeben. Die Verselbständigung ist dabei klar im Vordergrund. Wenn jemand vonselbst sagt - Ich schaffe das – ist er auf dem richtigen Weg!“



(Oktober 2007)

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