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Tipps zur Wohnungseinrichtung

Aller Anfang ist schwer, wenn man sein Zuhause schön gestalten möchte – Wir geben Ihnen die nötigen Inspirationen

Die neue Wohnung ist gefunden, die Kisten sind gepackt und eigentlich kann es losgehen. Aber wie finde ich die richtigen Farben, wie dekoriere ich modern, aber nach meinem Geschmack, wie stelle ich Möbel und Wohnungsaccessoires, ohne dass die Räume überladen wirken? Fragen über Fragen stellen sich nicht nur diejenigen, die in eine neue Wohnung ziehen. Auch wer schon lange im eigenen Haus oder der Mietwohnung lebt, bekommt regelmäßig Lust, umzudekorieren. Wie bei vielen Dingen ist hier aber aller Anfang schwer.
 

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Kissen in abgestimmten Farben schaffen wohlige Wärme und Komfort im Wohn- und Schlafraum.
© Rainer Sturm / pixelio.de

Der rote Faden ist dabei oftmals das, was vielen Wohnungen fehlt, erlebt Regina Grewer immer wieder. Die Kirchhellener Einrichtungsexpertin bietet professionelle Wohnberatung an. Bei allen Fragen rund um Teppiche, Wandfarben und Gardinen bis hin zu Möbeln weiß sie Rat.

Angefangen bei der eisernen Einrichtungsregel:
Weniger ist mehr. „In jedem Raum sollte man einer Linie folgen“, rät Regina Grewer. Das gelte für Farben genauso wie für die Einrichtungsgegenstände und Accessoires. „Bei einem wilden Durcheinander von Dekoelementen kann keines seine volle Wirkung entfalten.“ Daher sollte man sich am besten einen Gegenstand ausgucken, um den herum dann dekoriert wird. Es ist auch nicht verkehrt, regelmäßig auszumisten. „Wenn man ehrlich ist, braucht man doch gar nicht so viel Zeug.“ Und wer sich nicht von allem trennen kann, dem rät Regina Grewer: „All die Dinge, die eigentlich nicht benötigt werden, lassen sich in einem Raum oder einem Schrank verstauen, damit man mehr Platz hat, das Wohnen zu genießen.“ Denn auch Möbel sind inzwischen eher minimalistisch angelegt. „Die Zeiten der großen Wohnzimmerschränke und voll gestellten Regale sind vorbei.“ Das birgt aber wiederum neue Probleme.
 

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Ein Kronleuchter macht sich mit den passenden Accessoires auch im Badezimmer gut.
© Michael Grabscheit / pixelio.de

Hochglanzfronten wirken steril, die meisten modernen Schränke sind geschlossen oder werden nur dezent dekoriert. „Oftmals strahlt der Raum dann keine Wärme mehr aus. Hier schlage ich vor, mit flauschigen Teppichen, Kissen und Dekostoffen zu arbeiten“, so die Expertin. Dann kommt auch der Wohlfühlcharakter wieder hervor. Denn Wohlfühlen ist für Regina Grewer das wichtigste Ziel ihrer Arbeit. Und dieser Faktor spielt nicht mehr allein bei Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer eine Rolle. Auch das Gäste-WC und der Wohnungsflur können mit wenigen Handgriffen wohnlich gestaltet werden. „Gerade das Gäste-WC lässt sich wunderbar verschönern“, weiß Regina Grewer. So kann man den Raum mit großen Spiegeln optisch vergrößern und dekorative Lampen bringen das optimale Licht. Dies gilt auch für das Badezimmer, das ja längst nicht mehr Nutzraum, sondern Wellnessoase sein soll. Selbst bei den kitschigsten Siebziger-Jahre-Fliesen findet Regina Grewer ein passendes Konzept. Die Wandfläche über dem Fliesenspiegel bietet zum Beispiel oft ausreichend Platz für schöne Wandtattoos oder aufgemalte Sprüche.

Wer im Bad nicht groß renovieren kann, der kann mit ausgefallenen Accessoires arbeiten. „Wie wäre es mit einem Kronleuchter statt der klassischen Badezimmerleuchte? Dazu noch ein großer Standspiegel und entsprechende Farbakzente an den Wänden und schon ist das royale Luxusbad fertig.“ Mit Naturmaterialien und Naturholz dagegen kann man das vor Jahrzehnten grün geflieste Bad in ein Wellnessparadies verwandeln. Wichtig ist, dass hier immer ein Thema oder ein Motiv festgelegt wird, nach dem man dann Farben und die passende Dekoration auswählt. Eine weitere Problemzone im Haus sind kleine Räume mit wenig Lichteinfall, die oftmals als Kinder- oder Arbeitszimmer genutzt werden. „Bei kleinen Räumen empfehle ich immer, keine hohen Schränke zu platzieren. Schränke bis Hüfthöhe geben den nötigen Freiraum, der das Zimmer größer wirken lässt. Diese können den Raum dann ruhig umschließen. Bei der Farbgestaltung sollte man auf dezente Töne zurückgreifen und die Decke am besten weiß streichen. Wer knallige Farben mag, sollte nur den unteren Bereich der Wand anstreichen.“ Truhen oder tiefe Kommoden lassen sich mit Kissen und Decken auch prima zur Ruhefläche umfunktionieren, so Regina Grewer. Auch ein Tagesbett, das darunter zusätzlich viel Stauraum bietet, sorgt für die nötige Gemütlichkeit. Dem geringen Lichteinfall kann man mit entsprechender Beleuchtung entgegenkommen. „Da gibt es auf dem Markt sehr gute Lösungen, mit denen man arbeiten kann“, weiß Regina Grewer. Bei allen Einrichtungstipps und -trends bleibt eines gewiss: der eigene Geschmack muss mitspielen, sonst nützt der schönste Kronleuchter nichts. js

 

Kirchhellenerin Wohnexpertin Regina Grewer

Regina Grewer hat nicht nur ein Händchen für schöne Deko, die Kirchhellenerin hat ursprünglich Innenarchitektur studiert und berät Kunden professionell bei der Wohnungseinrichtung. Ob Farben, Dekorationen oder Fenstergestaltungen, die Einrichtungsexpertin hilft dabei, für jeden Raum das richtige Konzept zu finden. Wenn es nicht gleich um die Umgestaltung des ganzen Hauses geht, genügen oftmals ein paar Stunden Beratung, in denen Regina Grewer die nötigen Denkanstöße und Ideen einbringt.

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