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Rund um das Thema Klimaschutz

Die Klimawochen Ruhr 2016 kommen nach Gladbeck – Vielfältige Mitmachaktionen und Vorträge warten auf die Interessierten

Gladbeck - Die Klimawochen Ruhr 2016 gehen auf Tour. In zehn Wochen zeigen 53 Kreise und Kommunen, was sie in Sachen Klimaschutz zu bieten haben. 150 Veranstalter – von großen Unternehmen bis hin zu Bürgerbewegungen – zeigen in diesem Rahmen, wie Ihre Ideen, Lösungen und konkreten Beiträge zum Klimaschutz aussehen.

Auch die Stadt Gladbeck ist dabei. In der Woche vom 25. April bis zum 1. Mai setzt sich die Emscher-Region mit dem wichtigen Thema Klimawandel auseinander. Klimagerechter Stadtumbau – wärmegedämmte Dächer und Häuser, innovative Heizungen, Wärmepumpen und Solaranlagen: Vier Städte in der Emscher-Lippe-Region, Bottrop, Gelsenkirchen, Gladbeck und Herten, zeigen gemeinsam, wie den Herausforderungen des Klima- und Strukturwandels zusammen mit den Menschen vor Ort begegnet werden kann.
 

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Ramon Steggink, Simon Gesthuysen, Miriam Schmalhaus und Dieter Gumienski (v.l) stellen den RWW Tag der offenen Tür vor.
Foto: Katharin Boll

Vorträge, Führungen und Mitmachaktionen

Im Lauf der Woche finden unterschiedlichste Aktionen in Gladbeck statt, die sich mit den unterschiedlichsten Bereichen des Klimaschutzes auseinandersetzen. Von geführten Fahrradtouren über Energieberatungen für Mieter, Eigenheimbesitzer und Unternehmen bis hin zu Filmabenden – in der Gladbecker Klimawoche gibt es viel zu erleben. In den Handlungsfeldern Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Energie und Stadt werden in der Woche intelligente Lösungen vorgestellt, die derzeit entwickelt werden. Die Unternehmen INEOS Phenol, ELE und die Stadtsparkasse beteiligen sich wie viele weitere Firmen aktiv mit eigenen Aktivitäten vor Ort.

Die LebensArt hat für Sie einige Kernaktionen herausgesucht. Einen umfassenden Überblick über alle Aktionen finden Interessierte auf der Webseite www.ruhr2022.de oder im Programmheft der Klimawochen Ruhr 2016.

RWW-Service-Point öffnet die Türen

Den Auftakt zur Klimawoche macht der RWW-Service-Point in Gladbeck mit einem bunten Strauß an Aktionen. Er öffnet am 24. April von 11 bis 17 Uhr seine Türen für alle interessierten Gladbecker. „Wir machen uns immer wieder Gedanken, was wir für die Öffentlichkeit und unseren Kunden in den von uns versorgten Kommunen zeigen können“, erklärt Ramon Steggink, Pressesprächer von RWW. „Vor fünf Jahren sind wir mit der Reihe ‚Tage der offenen Tür‘ angefangen und präsentieren nach und nach neben unseren Wasserwerken auch Standorte, wie diesen. Wir wollen transparent und kundennah sein.“ Nach dem guten Erfolg in 2015 mit dem Tag der offenen Tür am Service Point in Oberhausen hat sich RWW nun dazu entschlossen, auch der interessierten Öffentlichkeit in Gladbeck einen ähnlichen Standort zu präsentieren. „Häufig werden wir gefragt, was macht ihr da eigentlich. Das wollen wir beantworten.“ An dem Tag der offenen Tür soll gezeigt werden, was hinter der RWW-Arbeit steckt, woher das Wasser kommt, welche Technik dafür benötigt wird und was im Rohrnetzbetrieb geschieht. Oftmals sind diese Dinge eben nicht bekannt. „Es wird der Baustellenbetrieb zu sehen sein, kleine Führungen und Mitmachmöglichkeiten wird es geben, UNICEF und Nabu sind mit dabei, was uns besonders freut“, verrät Ramon Steggink. Eine Begehung des Wasserbehälters ist leider nicht möglich, da man den Einstieg nur über das Dach erreichen kann. Doch dafür werden zahlreiche andere Dinge und Anlagenteile vorgestellt. Außerdem werden die Auszubildenden über die Ausbildungsmöglichkeiten bei RWW informieren. Am Pavillon in der Nähe des Eingangs wird es neben frischem Trinkwasser auch reichlich Informationen zu Themen wie Wasserqualität, Gewässerschutz, Wassergebrauch und Virtuelles Wasser geben. Und auch für die kleinen Gäste gibt es viel zu erleben und zu entdecken. Beim Wasser-Vierkampf können sie sich beim Enten-Baden, Badelatschenweitwurf, Metallsuchen und einem Wassergeschicklichkeitsparcours beweisen. Für Unterhaltung auf dem Gelände sorgen die Aquologen mit Wasser- und Wissenschafts-Comedy“, verrät Ramon Steggink.
 

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Besonderes Augenmerk legt die Emscher-Lippe-Region auf einen klimagerechten Stadtumbau.
Foto: © Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Energiesparen in den eigenen vier Wänden

Am Montag, 25. April von 10 bis 17 Uhr, lädt die LBS alle Interessierten in ihre Geschäftsstelle an der Hochstraße 54 ein. Hier erhalten alle eine kostenlose Energiesparberatung für das Eigenheim. Anmelden kann man sich unter der Telefonnummer (02323) 987880. Am selben Tag lädt außerdem die Sparkasse Gladbeck in ihre neugestaltete Kundenhalle. Wie sich natürliches Tageslicht intelligent und energiesparend nutzen lässt, das erfahren alle Interessierte bei einem 30-minütigen Führung. Anmelden können Sie sich unter der Nummer (02043) 271329.

HOME – ein Film zum Thema Klimaschutz

Die Bilder unserer Erde aus der Vogelperspektive sind beeindruckend: Über 50 Länder hat Yann Arthus-Bertrand von oben gefilmt und lässt die Zuschauer „unmittelbar“ an dieser Reise teilhaben. HOME behandelt die großen ökologischen Fragen, denen wir uns stellen müssen, und zeigt uns, wie alles auf unserem Planeten zusammenspielt. Interessierte können den Film am 25. April um 18 Uhr im KoKi anschauen.

Für kleine Klimaschützer

Alle Beteiligten sind sich einig, dass bereits bei den jüngsten Bürgern das Bewusstsein für den Klimawandel geweckt werden muss. So sind auch zwei Aktionen im Programmheft eingebunden, die von Kindern gestaltet werden oder an den Kinder mitmachen dürfen. Am Montag, 25. April, hat das Internationale Mädchenzentrum für kleine Klimaschützer eine besondere Aktion von 15 bis 17 Uhr geplant. Im Rahmen der Mädchen-Aktion „Wir geben Wassermolekülen ein Gesicht“ werden Wassermoleküle aus Pappmaschee farbig gestaltet und über den sparsamen Umgang mit Trinkwasser gesprochen. Für Mädchen von sechs bis zehn Jahren ist die Aktion gedacht. Anmeldungen werden unter der Telefonnummer (02043) 207390 entgegengenommen. Am 27. April ist außerdem der Abschlusstag des Ideenwettbewerbs „Mission Klimaschutz – Wir sind dabei!“. Engagiert und mit viel Fantasie entwickelten Kinder und Jugendliche der Gladbecker Schulen und Kindertagesstätten ihre Ideen zum Klimaschutz  und zur Energiewende. Am Abschlusstag präsentieren sie ihre Ergebnisse in der Stadthalle und die Preisträger werden gekürt. Anmeldung per E-Mail an karen.biesgen@stadt-gladbeck.de.
 

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Foto: Privat

Radtour der Nachhaltigkeit

Am letzten Aktionstag in Gladbeck, 30. April, sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen an der Radtour der Nachhaltigkeit ab 14 Uhr teilzunehmen. Bei einer 25 bis 30 Kilometer langen Radtour durch Gladbeck können sich die Beteiligten mit unseren Fachleuten und anderen Interessierten an konkreten Beispielen über energiesparende Gebäude, innovative Unternehmen und Erneuerbare Energien austauschen. Katrin Knur nimmt Anmeldungen per E-Mail an katrin.knur@stadt-gladbeck.de entgegen. kb


Zum Hintergrund

Die Klimawochen Ruhr 2016, die sich als Zwischenpräsentation der Klimametropole Ruhr 2022 über zehn Wochen von Anfang April bis Ende Juni 2016 erstrecken, lenken den Fokus auf die Energiewende im Revier. „Die Metropole Ruhr hat während der Klimawochen Ruhr 2016 die einmalige Chance ihre Stärke und Innovationskraft zu zeigen. Schließlich sind im Ruhrgebiet schon heute über 100.000 Menschen in der Umweltwirtschaft beschäftigt, die an einer Vielzahl von Ideen und Lösungen für den Klimaschutz arbeiten“, so Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des RVR.

Die Klimawochen Ruhr 2016 sollen die Vielfalt und Breite des Engagements in der Metropole RUHR demonstrieren. Sie lenken den Blick auf lokale und regionale Strategien, Projekte und Lösungsvorschläge. Es geht um neue Technologien, ressourcenschonende Produktionsweisen, aber auch um Lebensstile, gesellschaftliche Werte und kulturelle Impulse.

Die Klimametropole RUHR 2022 ist ein Leitprojekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Es befasst sich als regionaler Kooperationspartner der Landesinitiative KlimaExpo.NRW mit Klimaschutz und Klimaanpassung. Die Initiative soll die Mitmachkultur fördern, neue Impulse für Projekte setzen, besonders herausragende Vorhaben auszeichnen und als „regionales Schaufenster“ fungieren.

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