Foto: Gundis Jansen-Garz

Gladbeck-Kaffee ist fair und bio

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Seit 20 Jahren gibt es den fair gehandelten Pott-Kaffee – In Gladbeck ist er in der Humbold-Buchhandlung im Bürgerbüro des Rathauses erhältlich.

Gladbeck - Ein Jubiläum konnte das Netzwerk Faire Metropole Ruhr im September feiern, denn die Kampagne „Der Pott kocht fair“ wurde 20 Jahre. Mit ihr auch der Städtekaffee „Pott-Kaffee“, der in 30 Ruhrgebietsstädten mit jeweils regionalem Cover auf den Kaffeetüten angeboten wird. In Gladbeck zeigt die Verpackung das Wasserschloss Wittringen.

Der Kaffee wird aus reinen Hochland-Arabica-Sorten der Kooperative Red Ecolsierra in Kolumbien angebaut, die ihn über El Puente vermarkten. Ihr Präsident Yinson de Jesús Arboleda Rodríguez war anlässlich des Jubiläums zu Gast und besuchte zahlreiche Aktionen, Veranstaltungen, Städte, Schulen und Bildungseinrichtungen. In Gladbeck berichtete er Jürgen Harks, dem Leiter der Umweltabteilung des Amtes für Planen, Bauen, Umwelt, und Jörg Piontek-Möller, Referent der Umweltabteilung, von der Arbeit der Kooperative, die mitten in einem Naturschutzgebiet in 1.000 Metern Höhe liegt. „Die Kooperative besteht aus zurzeit 352 Familien und somit in etwa 1200 Personen. Seit 20 Jahren gibt es diesen Zusammenschluss und ich bin von Beginn an dabei gewesen – zunächst noch als Kind.“ Nach dem Studium ist Yinson zurückgekehrt, arbeitet als Grundschullehrer, absolviert ein Aufbaustudium und bewirtschaftet eine kleine Kaffeeparzelle. Er erzählt, das seit rund 50 Jahren Kaffee in der Region angebaut werde, doch der langjährige Bürgerkrieg immer wieder für Unruhen sorgte. Erst seit etwa zehn Jahren sei es ruhiger. „Es kommen immer mehr Menschen zurück in ihre Heimatregion. Teilweise waren sie Binnenflüchtlinge, weil sie verfolgt wurden.“ Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, reicht der Kaffeeanbau nicht, auch wenn es durch den Fairen Handel und biologischen Anbau mehr Erlöse und mehr Investitionen gibt. Die Bauern machen sich gerade daran, Honig zu vermarkten. „Das klappt recht gut. Unser Honig ist hochwertig, dank der Tatsache, dass wir in einem Naturschutzgebiet leben.“

Auch Öko-Tourismus wird zunehmend eine Einnahmequelle für die Kaffeeproduzenten im Hochland Kolumbiens. Dass der Gladbeck-Kaffee mehr in den Fokus des Umweltamtes geraten sollte, da waren sich Jürgen Harks und Jörg Piontek-Möller einig. „Wir werden dieses hoch interessante Gespräch und die vielen Details über die Arbeit im Kaffeesektor nutzen, um den Kaffee nun wieder neu zu bewerben“, versprachen beide. gj

Weitere Infos: www.pottkaffee.de

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