Kirchhellen
Peter Pawliczek, Jan Marien und Willi Stein sind besonders stolz auf die Rekonstruktion des Kirchhellens von 1915. Bis zur Eröffnung sollen noch weitere Gebäude hinzukommen.Foto: aureus GmbH - Valerie Misz
Peter Pawliczek, Jan Marien und Willi Stein sind besonders stolz auf die Rekonstruktion des Kirchhellens von 1915. Bis zur Eröffnung sollen noch weitere Gebäude hinzukommen.Foto: aureus GmbH - Valerie Misz

Der Kirchhellener Heimatverein startet endlich durch

Neben den Vorstandswahlen war auch das Jahresprogramm großes Thema bei der Jahreshauptversammlung - Eine neue Ausstellung macht den Auftakt

Kirchhellen -

Im vergangenen Jahr konnte auch der Kirchhellener Heimatverein sein Jahresprogramm nicht in gewohnter Form umsetzen. Auch zu Beginn dieses Jahres wurden schon die ersten Veranstaltungen wie etwa das traditionelle Panhas-Essen im Waldpädagogischen Zentrum abgesagt. Erneut mussten sich die Verantwortlichen der Entwicklung um die Corona-Pandemie beugen. Jetzt haben sich die Voraussetzungen geändert.

Nachdem die Jahreshauptversammlung noch vorsichtshalber in den April verschoben wurde, konnte sie endlich durchgeführt werden. Bei den diesjährigen Vorstandswahlen wurden Peter Pawliczek als 1. Vorsitzender, Richard Grütjen als Heimatpfleger und Markus Brandenbusch als Öffentlichkeitsreferent in ihren Ämtern bestätigt. Lediglich Willi Stein gab sein Amt als Schatzmeister auf, um sich künftig noch besser als Kurator um die Ausstellungen bemühen zu können. Sein Nachfolger ist Rainer Vosbeck, der sich künftig um die Finanzen des Vereins kümmern wird. Das gesamte Jahresprogramm ist unter www.heimatverein-kirchhellen.de einsehbar.

Ausstellung über das „Alte Kirchhellen“

Willi Steins neuestes Projekt: Eine Zeitreise in das Jahr 1915. Das „Alte Kirchhellen“ wird anhand von Grafiken des Kirchhellener Künstlers Theo Kleppe gezeigt. In seiner Lebzeit von 1929 bis 2004 fertigte Kleppe hunderte Schwarz-Weiß-Federzeichnungen seiner Heimat Kirchhellen an. Damit schuf er ein Bild der Zeitgeschichte Kirchhellens. Dokumentiert wurde die Entwicklung der Gastwirtschaften, Höfe und Häuser, Kirchen, Schulen sowie Kreuze und Heiligenhäuschen.

Außergewöhnlich ist sicher auch der Einsatz von Jan Marien, der sich in den vergangenen Wochen intensiv mit dem 3D-Druck auseinandersetzte. Grundlage für den Nachbau des Kirchhellens aus dem Jahr 1915 ist eine Katasterkarte, in deren Mitte sich die ehemalige Pfarrkirche St. Johannes befindet. Anhand der Werke von Kleppe und dem aktuellen Wissensstand des Heimatvereins rekonstruiert Marien die alten Gebäude drumherum.

Neues Projekt soll auch Zugezogene anziehen

„Der Druck eines Wohnhauses dauert dann im Schnitt acht Stunden“, so der Maschinenbauer. Für jedes Gebäude im Maßstab 1:160 muss der Kirchhellener die Häuser zunächst in 3D-Form digitalisieren. Mit diesen Ergebnissen soll noch ein Video entstehen, das dem Besucher ermöglichtm, digital durch die Straßen des „Alten Kirchhellens“ zu gehen.

Am 24. April wird die Ausstellung im Heimathaus am Hof Jünger eröffnet. Bis zum 26. Juni sind die Türen immer sonntags von 11 bis 14 Uhr geöffnet. „Aber auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten können Führungen vereinbart werden“, betont Willi Stein. Mit dem Angebot sollen insbesondere Schulklassen und Vereine angesprochen werden. „Wir freuen uns außerdem, wenn die Familie Kleppe oder Zugezogene vorbeischauen“, so der Vorsitzende.

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Valerie Misz

Valerie Misz

v.misz@aureus.de

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