Kirchhellen
Erstmals wurde in der Kirche Heilige Familie eine Klagemauer errichtet. Sie ist inspiriert durch das Original in Jerusalem.Foto: Valerie Misz

Eine Klagemauer in Grafenwald

Sorgen und Ängste sollen in Wärme und Licht verwandelt werden - Während der Fastenzeit bis Ostern hat die Gemeinde in Grafenwald die Gelegenheit dazu

Kirchhellen -

Dieses Jahr zur Fastenzeit von Aschermittwoch bis zur Osterzeit gibt es in der Kirche Heilige Familie eine Klagemauer für Sorgen, Bitten und Hoffnungen zu entdecken. „Inspiriert hat uns hierzu die 48 Meter lange und 18 Meter hohe Klagemauer in Jerusalem. Jeden Tag beten hier viele Menschen und stecken auch aufgeschriebene Gebete, Wünsche und Danksagungen in die Ritzen und Spalten der Mauer“, erklärt Pastoralreferent Werner Koschinski.

Für viele Juden stellt diese Mauer ein Symbol für den ewigen, bestehenden Bund Gottes mit seinem Volk dar. „In den schwierigen Zeiten ist es gut, einen Ort zu haben, an dem wir unsere Nöte und Sorgen loswerden können“, so Koschinski. Als ein solcher Ort soll auch die Klagemauer in Grafenwald dienen, die erstmals aufgebaut wurde. „Es ist eine belastende Zeit, so können die Menschen selbstständig etwas unternehmen“, führt er weiter aus.

Klagen ungelesen verbrennen

Die Gemeinde ist eingeladen, ihre ganz persönlichen Ängste, Sorgen und Klagen dort auf Zettel zu schreiben. Auch Wünsche, Bitten und Gebete sind gern gesehen. Diese können dann in die Spalten der Mauer gesteckt werden. In der Osternacht werden die Zettel ungelesen im Osterfeuer verbrannt, damit sie sich in Wärme und Licht verwandeln. Ergänzend dazu liegen an den Fastensonntagen „Hoffnungskarten“ zum Mitnehmen aus.

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Valerie Misz

Valerie Misz

v.misz@aureus.de

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