Für viele Juden stellt diese Mauer ein Symbol für den ewigen, bestehenden Bund Gottes mit seinem Volk dar. „In den schwierigen Zeiten ist es gut, einen Ort zu haben, an dem wir unsere Nöte und Sorgen loswerden können“, so Koschinski. Als ein solcher Ort soll auch die Klagemauer in Grafenwald dienen, die erstmals aufgebaut wurde. „Es ist eine belastende Zeit, so können die Menschen selbstständig etwas unternehmen“, führt er weiter aus.
Klagen ungelesen verbrennen
Die Gemeinde ist eingeladen, ihre ganz persönlichen Ängste, Sorgen und Klagen dort auf Zettel zu schreiben. Auch Wünsche, Bitten und Gebete sind gern gesehen. Diese können dann in die Spalten der Mauer gesteckt werden. In der Osternacht werden die Zettel ungelesen im Osterfeuer verbrannt, damit sie sich in Wärme und Licht verwandeln. Ergänzend dazu liegen an den Fastensonntagen „Hoffnungskarten“ zum Mitnehmen aus.