Kirchhellen
Kirchhellener Wirte wie Giuliano Menn freuen sich nicht nur über die anstehende 3G-Regelung, sondern auch die ersten Sonnenstrahlen, die Besucher anlocken.Foto: Privat
Kirchhellener Wirte wie Giuliano Menn freuen sich nicht nur über die anstehende 3G-Regelung, sondern auch die ersten Sonnenstrahlen, die Besucher anlocken.Foto: Privat

Kirchhellener Gastronomen zeigen sich erleichtert

Die anstehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen sind für viele Menschen eine Erleichterung - Gastronomen in Kirchhellen sind aus mehreren Gründen zuversichtlich

Kirchhellen -

Nachdem vor einigen Monaten die 2G-Plus-Regelung in der Gastronomie eingeführt wurde, zeigten sich viele Wirte verärgert. Die Sorge, dass Umsätze weiter einbrechen würden, war groß.

Einige Gastronomen gingen sogar soweit, zu sagen, sie würden einen Lockdown bevorzugen. Planungsunsicherheit für das anstehende Weihnachtsgeschäft führten zu großen Verunsicherungen und Ängsten. Dass Veranstaltungen und größere Zusammenkünfte nicht erlaubt waren, veranlasste sogar das Brauhaus Kirchhellen dazu, vorübergehend zu schließen.

Seit der letzten Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch sieht die Welt aber wieder anders aus. Zumindest soll sie das bald; laut des angekündigten Drei-Stufen-Plans, der einige Erleichterungen mit sich bringen soll. Unter anderem gilt ab dem 4. März wieder die 3G-Regelung in der Gastronomie. Nachdem die Sorge um das Weihnachtsgeschäft zunächst noch groß war, ist Giuliano Menn zufrieden. Das Restaurant Fratelli ist gut durch die letzten Monate und Wochen gekommen.

Wirte hoffen künftig wieder auf Laufkundschaft

„Wir merken, dass unser Restaurant gut von den Kirchhellenern angenommen wird. Trotz der 2G-Plus-Regelung lässt sich das nicht mit der Saison 2019 vergleichen“, resümiert der Inhaber. Dass das Brauhaus geschlossen hat, sei außerdem aufgefallen. Mit den anstehenden Lockerungen hoffen sie, dass auch wieder vermehrt Spontanentschlossene bei ihnen einkehren.

Diese Hoffnung bestätigt auch die Inhaberin des Café Haus Pels. „Im Großen und Ganzen sind wir aber gut davongekommen. Wir sind unseren Kunden auch dankbar für ihr Verständnis“, betont Susanne Lehrich-Jandewerth. Größere Veranstaltungen wie Geburtstagsfrühstücke seien weggefallen, aber dafür würde sich der Take-Away-Kuchen-Verkauf aktuell rentieren.

„Gastronomie ist eine emotionale Branche“

In einer Sache sind sich die Wirte einig: Die ersten Sonnenstrahlen und der anstehende Frühling sorgen für einen Aufschwung. „Kontrollieren müssen wir sowieso, ob 2G oder 3G. Da ändert sich nicht viel. Aber das schöne Wetter gibt den Menschen wieder Mut und Lust, etwas zu unternehmen“, sagt Stefan Bertelwick vom Gasthof Berger. Richtige Erleichterung käme erst dann, wenn auch die Masken fallen: „Die Gastronomie ist eine emotionale Branche. Ich kann es kaum erwarten die Gäste wieder persönlich mit einem Lächeln zu empfangen, statt hinter einer Maske versteckt ihre Ausweise zu kontrollieren.“

Foto: aureus GmbH - Aileen Kurkowiak
Foto: aureus GmbH - Aileen Kurkowiak

Gute Nachrichten gibt es auch von der Familie Prgomet. Mit der dritten Stufe und dem Fall der strengen Regelungen, die insbesondere auch Veranstaltungen betreffen, soll das Brauhaus am Kirchhellener Ring wieder öffnen. Um alle Arbeitsplätze zu erhalten und Kosten einzusparen, sind sie zu Jahresbeginn einen drastischen Schritt gegangen: „Wir haben uns freiwillig für den Lockdown entschieden. Jetzt planen wir voraussichtlich im Zeitraum um den 21. März wieder zu öffnen. Ab April sind wir dann auch schon wieder gut gebucht“, freut sich Perica Prgomet. Bis Ende Januar hatte die Familie noch ein Stornierungsaufkommen von 100 Prozent.

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Valerie Misz

Valerie Misz

v.misz@aureus.de

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