Kirchhellen
Magnus Thesing (l.), Leiter der Bezirksverwaltungsstelle, freut sich, Gabriele Brinkmann und Dieter Kontor einen Ort für die neue Beratungsstelle zur Verfügung stellen zu können.Foto: Aileen Kurkowiak

Neu in Kirchhellen: Kostenfreie Rentenberatung in der Bezirksverwaltungsstelle

Nach der Schließung der Rentenberatungsstelle in Bottrop gibt es nun eine neue Anlaufstelle in Kirchhellen - Ein Team bietet dort umfassende Unterstützung

Kirchhellen -

Der marode Bottroper Haushalt hat bedingt, dass die Rentenberatungsstelle der Stadt im vergangenen Jahr geschlossen werden musste. Da es sich um eine „freiwillige“ Aufgabe handelte, wurden hier Kosten eingespart. Für viele hat sich damit eine Lücke aufgetan, denn besonders Menschen noch vor dem Renteneintrittsalter haben sich hier gerne beraten lassen. Jetzt gibt es eine Alternative direkt in Kirchhellen.

Beratungslücke gefüllt

Gabriele Brinkmann und Detlef Kontor sind bereits vielen Kirchhellenern durch das kostenfreie Angebot des hiesigen Ortsverbands des VdK bekannt. Sie bieten gemeinsam mit einem Team vierzehntägig eine Beratungsmöglichkeit zu den Themen Schwerbehinderung, Agentur für Arbeit und Rentenagentur im Pfarrheim der Gemeinde St. Johannes an. Auch bei Anliegen rund um Bürgergeld, Grundsicherung oder andere soziale Leistungen erhalten Ratsuchende Unterstützung und Orientierung. Ziel ist es, Betroffene bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu stärken und sie an die passenden Behörden oder Ansprechstellen weiterzuleiten.

„Das wird auch sehr gut angenommen“, sagt Gabriele Brinkmann. Doch besonders Rentenangelegenheiten, die sehr vielfältig sein können, sind in der Beratung oft zeitaufwendig. Sie und ihr Kollege Detlef Kontor sind in der Thematik äußerst firm und gut ausgebildet, sodass sie auf die Idee kamen, der Rentenberatung mehr Raum und Zeit zu bieten.

„In Absprache mit Bezirksbürgermeister Hendrik Dierichs und Bezirksverwaltungsleiter Magnus Thesing kann uns dafür einmal in der Woche ein Raum in der Bezirksverwaltungsstelle zur Verfügung gestellt werden“, freut sich Brinkmann. Schon am 15. Januar soll es losgehen.

Von der Beratung bis zum Antrag

Der große Vorteil ist, dass die gesamte Beratungspalette bis hin zur tatsächlichen Antragstellung von den zwei Rentenberatern begleitet wird. Niemand wird, wenn es um die tatsächliche Versendung von Anträgen geht, allein gelassen. Möglich machen dies die digitalen Strukturen mit eigenem Drucker und Scanner, die durch Förderungen der Stadt angeschafft werden konnten.

Konkret informiert eine Rentenberatung über unterschiedliche Rentenarten, zum Beispiel die Altersrente, Erwerbsminderungsrente oder Hinterbliebenenrente, und erklärt, welche Voraussetzungen jeweils erfüllt sein müssen. Sie prüft Rentenbescheide auf Richtigkeit, klärt Fragen zur Rentenhöhe und zeigt auf, wie sich Zeiten wie Ausbildung, Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Arbeitslosigkeit auf die Rente auswirken.

Das Angebot kann jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr kostenfrei wahrgenommen werden. Wer möchte, kann vorher einen Termin unter 0173 7214535 vereinbaren.

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Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

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