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Das flüssige Gold

Honig gilt als bewährtes Hausmittel bei zahlreichen Beschwerden – Seit vielen Jahrhunderten setzen Menschen auf die Kraft des Bienengoldes

Um den Honig ranken sich viele geheimnisvolle Mythen: Die ägyptische Königin Kleopatra soll gerne mal ein Bad in Milch und Honig genommen haben, um ihre Schönheit zu bewahren. In der griechischen Mythologie galt Honigwein sogar als Trank der Götter.

Schon seit hunderten von Jahren wissen Menschen um die gesundheits- und schönheitsfördernde Wirkung des Bienengoldes. Bis heute versüßt sich die Menschheit den Alltag mit Honig – und das in zahlreichen Variationen.

Unsterblich – wie man in der Antike glaubte – macht Honig sicher nicht. Doch gesund ist er allemal. In Kombination mit Milch oder Tee gilt das flüssige Gold seit jeher als bewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen, Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden. Im alten Ägypten wurde Honig sogar für Wundauflagen verwendet. Wer sich die Zusammensetzung genauer anschaut, wird sich fragen, woher die heilende Wirkung eigentlich kommt. Schließlich handelt es sich bei Honig um ein Gemisch aus 80 Prozent Zucker, inklusive Frucht- und Traubenzucker, und 20 Prozent Wasser.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass Bienen bei der Honigerzeugung Enzyme produzieren, die eine antibakterielle Wirkung haben. Insgesamt soll Honig rund 180 Begleitstoffe wie beispielsweise Kaffeesäure, das entzündungshemmend wirkt, und Flavonoide enthalten. Außerdem ist Acetylcholin im Honig zu finden, das sich positiv auf die Herzgesundheit auswirkt.

Besonders gerne wird Honig als Mittel gegen Halsschmerzen verwendet. Verzehrt man einige Teelöffel Honig im Abstand von 15 bis 20 Minuten, ist schnell eine Besserung zu verspüren. In Kombination mit Tee wird die Wirkung noch verstärkt. Zahlreiche medizinische Studien untersuchen zudem die Wirkung von Honig in der Wundbehandlung. Sie zeigen, dass nicht jede Honigsorte für jede Erkrankung geeignet ist – hier gibt es beträchtliche Unterschiede. Viele Mediziner haben in diesem Bereich aber gute Erfahrungen gemacht. Generell sollte bedacht werden, dass Honig nicht steril ist. Eine Infektion durch das Bienengold ist laut Expertenmeinung aber unwahrscheinlich. Da Honig beim Auftragen auf die Wunden brennen kann, empfiehlt es sich, ihn mit einer Wund- und Heilsalbe zu mischen. Grundsätzlich sollte man bei größeren Wunden aber immer einen Arzt um Rat fragen.

Honig als Maske, Peeling oder Badezusatz

Auch zahlreiche Kosmetiker nutzen die Kraft des Honigs. Da er nicht nur entzündungshemmend wirkt, sondern auch einen leichten Peeling-Effekt hat, kann man Honig pur auf die Haut auftragen, um sie geschmeidig zu machen. Noch sichtbarere Effekte erzielt man mit einem Honigpeeling aus Honig, Quark und Zucker. Nach 20 Minuten Einwirkzeit kann man es einfach mit warmem Wasser abnehmen. Zudem versorgt Honig die Haut mit wichtigen Nährstoffen und wirkt stoffwechselaktivierend. Deshalb können auch Honigmasken aus Honig und Quark für ein frisches Aussehen sorgen. Nicht umsonst ist Honig Bestandteil vieler Pflegeserien. Auch als Badezusatz macht er die Haut zart und geschmeidig.

Das flüssige Gold tut dem Körper aber auch beim Verzehr gut. Das liegt unter anderem daran, dass im Honig sowohl schnell als auch langsam wirkende Zuckerarten zu finden sind. Das heißt, dass er auf der einen Seite schnell verfügbare und auf der anderen Seite langanhaltende Energie liefert. Somit weisen die Zuckerarten einen wesentlich günstigeren glycämischen Index als weißer raffinierter Zucker auf. In der Folge hält das Sättigungsgefühl länger an.

Wird Honig mit Tee oder einer anderen Flüssigkeit verzehrt, sollte man darauf achten, dass das Getränk nicht zu heiß ist. Die meisten enthaltenen Enzyme sind nämlich wärmeempfindlich – ab 40 Grad gehen die heilenden Eigenschaften des Honigs verloren. Deshalb sollte man ihn erst im Getränk auflösen, wenn die Trinktemperatur erreicht ist.

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