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Eine gut sortierte Hausapotheke gehört in jeden Haushalt

Beim Auffüllen stellt sich aber immer die Frage, was gehört hinein und worauf sollte man achten

Die Hausapotheke hat ein Gegenmittel für jedes Wehwehchen, lindert Schmerzen und kann im Notfall sogar zum Lebensretter werden. Im Alltag schenken wir ihr aber nur selten Beachtung, zumindest so lange, bis wir sie brauchen: Kaum ein Wohnutensil wird derart unterschätzt wie die gute alte Hausapotheke.

Denn obwohl die Mehrheit der Deutschen ein derartiges Schränkchen besitzt, beschäftigen sich wohl nur die Wenigsten ausführlich mit dessen Inhalt. Nicht selten stapeln sich angefangene Tuben, Tablettenpackungen und kleine Fläschchen unsortiert in einem wenig beachteten Behälter in Bad oder Küche. Eine regelmäßige Kontrolle ist aber unverzichtbar, damit die Hausapotheke im Notfall ihren Zweck erfüllt. Einige einfache Regeln sollten dabei beachtet werden.

Die Lagerung der Medikamente

Schon bei der Lagerung kann man einiges falsch machen. Wichtig ist zunächst einmal, dass die Hausapotheke für Kinder unzugänglich aufbewahrt wird. Nur so ist gewährleistet, dass unsere Kleinen die Medikamente nicht in die Finger bekommen und versehentlich verschlucken. Wer hier auf Nummer Sicher gehen möchte, bewahrt die bunten Pillen in einem abschließbaren Medizinschrank auf. Viele Besitzer der Mini-Apotheken machen oftmals den Fehler und stellen sie ins Badezimmer. Dort ist es aber zu feucht. Der Ort, an dem die Medikamente und Präparate aufbewahrt werden, sollte trocken, dunkel und kühl sein. Dafür eignen sich beispielsweise das Schlafzimmer sowie die Abstellkammer oder der Flur.

Was gehört in die Hausapotheke?

Hat man einen geeigneten Platz gefunden, stellt sich unwillkürlich die Frage: Was gehört denn nun alles hinein in die Hausapotheke? Der Inhalt sollte in jedem Fall bei kleineren Beschwerden für schnelle Heilung sorgen und bei schwerwiegenderen Erkrankungen die Zeit bis zum Arztbesuch überbrücken. Die ideale Zusammensetzung der Hausapotheke hängt auch von den Lebensumständen und den persönlichen Bedürfnissen ab. Eine Familie mit kleinen Kindern braucht andere Arzneimittel als ein Single.

In erster Linie muss das Medizinschränkchen zunächst für alle akuten Krankheiten gewappnet sein. So gehören unter anderem Schmerz- und Fiebermittel sowie Präparate gegen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen in die Hausapotheke. Da gerade Magen- und Darmbeschwerden oft ohne Vorwarnung auftreten, ist es auch sinnvoll, stets Mittel gegen Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung und Durchfall parat zu haben. Wer schon einmal ins Straucheln gekommen und unsanft auf dem Fußboden gelandet ist, weiß sicher die Wirkung von Wund- und Heilsalben zu schätzen. Hier sind auch Desinfektionsmittel für die Wundversorgung wichtig. Zudem können in schlimmen Fällen auch Gele gegen Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen Linderung verschaffen.

Es ist schließlich kein Geheimnis, dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren. Mütter können sicher ein Liedchen von aufgeschürften Knien oder Kratzern singen: Schließlich kommen Kinder nicht selten mit kleinen Blessuren nach Hause. Durch heilende Präparate und aufmunternde Worte ist der Schmerz schnell wieder vergessen. Medikamente gegen Sportverletzungen sind ebenfalls sinnvoll. Wenn Kleinkinder im Haus sind, sollte man außerdem Medikamente gegen Zahnungsbeschwerden, Cremes gegen das Wundsein, Kleinkinder-Nasentropfen, Zäpfchen gegen Fieber und Notfallmedikation bei Vergiftungen (Aktivkohle und Entschäumer) im Haus haben. Im Sommer sollten in jedem Haushalt zudem Mittel vorhanden sein, die Linderung bei Sonnenbrand verschaffen. Sonnenfreunde unterschätzen hierzulande oftmals die Gefahr der UV-Strahlen und nutzen einen zu geringen – oder gar keinen – Sonnenschutz, wenn sie sich in der prallen Sonne aufhalten. Aber selbst mit Sonnencreme kann es zu einem Sonnenbrand kommen. Symptome machen sich allerdings erst ein paar Stunden später bemerkbar. Betroffene klagen dann über gerötete, brennende und schmerzende Haut. Vor allem im Gesicht, an den Schultern oder im Dekolleté treten diese Beschwerden häufig auf. Hier ist rasche Hilfe nötig, damit die Auswirkungen möglichst gering bleiben. Auch Mittel gegen Juckreiz, ein sogenanntes Antihistaminikum sowie Produkte gegen Insektenstiche sollten vorhanden sein.

Verbandmittel sind wichtig

In eine gut sortierte Hausapotheke gehören aber auch Verbandmittel, die im Ernstfall schnelle Hilfe bieten. Für kleine Blessuren muss man immer Pflaster zur Hand haben. Auch sterile Kompressen, Mullbinden und Verbandwatte sollten sich im Medizinschränkchen befinden. Zur Versorgung von mittelgroßen Wunden eignen sich Verbandpäckchen sehr gut, bei denen sterile Wundauflagen mit Mullbinden verbunden sind. Um auf die verschiedensten Verletzungen vorbereitet zu sein, ist es ebenfalls sinnvoll, auch Brandwundenverbandpäckchen, Wundschnellverband und wasserdichten Fixierverband vorrätig zu haben. Mit einer Verbandschere kann man die Verbände dann in Form bringen und auf die richtige Größe zuschneiden. Auch Verbandklammern und Sicherheitsnadeln dürfen nicht vergessen werden, um den Verband fixieren zu können.

Ein wichtiges Hilfsmittel ist auch die Splitterpinzette, mit der kleine Splitter aus der Haut entfernt werden können. Zahlreiche Menschen setzen zudem auf Sprühpflaster. Anstatt einen Verband auf eine Wunde zu legen, wird dabei Polymerlösung aufgesprüht, die eine Schutzschicht auf der Wunde bildet. Diese schützt vor äußeren Einflüssen wie Wasser, Schmutz und Keimen. Allerdings darf das Spray nur bei kleinen Schnittverletzungen oder Hautabschürfungen und nicht bei tiefen, infizierten Wunden oder Verbrennungen verwendet werden.

In Originalverpackung aufbewahren

Damit man den Überblick nicht verliert, ist es äußerst wichtig, dass die Medikamente in ihrer Originalverpackung aufbewahrt werden. Dort sollte sich auch stets der Beipackzettel befinden, der wichtige Informationen zu dem jeweiligen Mittel enthält und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneien aufzeigt. Apotheker empfehlen, einmal jährlich die häuslichen Arzneimittelvorräte zu überprüfen. Ist das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum überschritten, darf es – anders als etwa ein Lebensmittel – nicht mehr angewendet werden. Hinzu kommt, dass einige Medikamente nach dem ersten Anbruch nur wenige Wochen lang verwendbar sind. Nach Ablauf der Aufbrauchfrist dürfen Medikamente und Verbandsmittel nicht mehr angewendet werden.

Wer seine Hausapotheke aber richtig pflegt, sollte immer ein Mittel parat haben, um sich von gesundheitlichen Beschwerden zu befreien.

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