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Simone Lucas, »Lichtung«, 2021, Öl auf Leinwand, 150 x 170 cm Courtesy Galerie Rupert Pfab, Düsseldorf.Foto: Wendelin Bottländer
Simone Lucas, »Lichtung«, 2021, Öl auf Leinwand, 150 x 170 cm Courtesy Galerie Rupert Pfab, Düsseldorf.Foto: Wendelin Bottländer

„Nachtland“ in der Neuen Galerie

Mit der Einzelausstellung "Nachtland" präsentiert die Neue Galerie Gladbeck die Arbeiten der letzten fünfzehn Jahre der in Neuss lebenden und arbeitenden Künstlerin Simone Lucas

Vom 28. Mai bis zum 23. Juli gibt es in der Neuen Galerie eine neue Ausstellung. Und zwar von niemand geringerem als Simone Lucas. In ihren Bildern, von denen einige in Gladbeck zum ersten Mal öffentlich ausgestellt werden, zitiert Simone Lucas verschiedene Bezeichnungs- und Darstellungskonventionen und führt sie mit den Mitteln der Malerei zusammen: Linien, Farben, Ziffern, Buchstaben, Zahlen, Wörter, Schemata, Karten, Umrisse, dreidimensionale Ansichten.

In dem daraus entstehenden Neben- und Miteinander werden deren jeweiligen spezifischen Möglichkeiten, etwas verständlich beziehungsweis anschaulich zu machen, gleichzeitig eklatant deutlich und hinsichtlich ihrer unterschiedlichen sinnlichen Qualitäten relativiert. Alles, was mittels dieser Konventionen formuliert und sichtbar gemacht werden kann, wird den Bildern malerisch einverleibt und den Vorstellungen der Künstlerin entsprechend miteinander kombiniert. Fragen nach dem ihrer Malerei zugrundeliegenden (oder fehlenden) Realitätsbezug und ob dieser einmal stärker, ein anderes Mal schwächer ausfällt, gehen dabei unter dem gleichzeitigen Andrang der (un-)lesbaren Kürzeln, Textbotschaften, Muster, Bildzeichen, Formen, Farbflecken und Abbilder verloren. Alles steht gleichermaßen vor Augen, alles will wahrgenommen werden. Auf diese Weise werden die Betrachter dazu verleitet, nicht länger wissen zu wollen, ob die Größe der Figuren die Schüler als Kinder von Menschen oder Riesen kennzeichnet, ob der Wal als weiße Kreidezeichnung auf einer flachen Schultafel oder als voluminöse Form in einem grünen Farbraum zu sehen ist oder der Planet für ein Modell aus der Lehrmittelsammlung oder für das Signal einer beginnenden Auflösung von Raumgrenzen gehalten werden soll. Die Bildlogik der Gemälde von Simone Lucas stützt sich nicht auf Plausibilität, sondern auf Präsenz.
 

Kunstinteressierte erhalten auf der Website stets aktuelle Informationen ob und wann Ausstellungen besucht werden können.

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Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

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