Schermbeck
Foto: Privat

Ein Nachruf des Schermbecker Diakon Ekkehard Liesmann

Leben und Wirken eines engagierten Diakons, der Familie, Glauben, internationale Partnerschaft und seelsorgliche Nähe prägte

Schermbeck -

Am 25. Dezember 2025 verstarb der Diakon Ekkehard Liesmann im Alter von 87 Jahren. Ekkehard Liesmann wurde am 7. Mai 1938 in Berlin geboren und wuchs im Sauerland auf. Dort lernte er als Nachbarskind Maria kennen, die später seine Ehefrau wurde. Die beiden heirateten am 22. Februar 1962. Im Jahr 1975 zog die Familie nach Schermbeck, das für sie zur neuen Heimat wurde.

Beruflich war Ekkehard Liesmann als Diplom-Kaufmann in einem großen Unternehmen tätig und über viele Jahre weltweit im Einsatz. Mit seinen beiden Söhnen Thomas und Markus, deren Partnerinnen sowie sechs Enkelkindern bildete die Familie einen wichtigen Mittelpunkt seines Lebens. Der Zusammenhalt innerhalb der Familie war ihm stets ein besonderes Anliegen.

Am 14. Oktober 1990 wurde Ekkehard Liesmann gemeinsam mit Heinz Böhnke in Münster zum Diakon geweiht. Seine Frau Maria trug diesen geistlichen Dienst mit vollem Herzen mit. Zwei Schwerpunkten widmete sich Ekkehard Liesmann in den zurückliegenden Jahren. Bereits während seiner Ausbildung zum Diakon hatte Liesmann Kontakte zur Kirchengemeinde „Nuestra Senora de la Paz“ in der Dominikanischen Republik geknüpft. Er war nicht nur Motor für die Partnerschaft, die anlässlich der 75-Jahrfeier der Ludgerus Gemeinde zwischen Schermbeck und San Cristobal entstand. Liesmann organisierte auch viele wechselseitige Besuche. Die intensive Partnerschaft konnte sich über die Jahre zu einer tiefen Freundschaft entwickeln, da die Gemeinde St. Ludgerus hinter diesem Projekt stand. Durch sein großes und ausdauerndes Engagement hat Ekkehard Liesmann das Partnerschafts-Projekt lebendig gehalten.

Ein weiterer Schwerpunkt seines Dienstes war die Begleitung alter und kranker Menschen. In Zusammenarbeit mit haupt- und ehrenamtlich Engagierten setzte er sich für ein Leben in Würde und eine menschliche Umgebung ein. Darüber hinaus organisierte er ökumenische Reisen, kümmerte sich um den Dienst der Kirchenwächter und übernahm als Diakon Taufen, Trauungen und Beerdigungen. Viele Menschen wurden von ihm in unterschiedlichen Lebenssituationen seelsorglich begleitet.

Die Krankheiten der letzten Lebensjahre trug Ekkehard Liesmann mit Unterstützung seiner Familie und aus seinem Glauben heraus. Er war bis zuletzt um Frieden und Versöhnung bemüht. „Sein freundliches Wesen war gewinnend und zeigte sich in seinem Lächeln“, sagt Pastor Xavier Muppala.

Ekkehard Liesmann wurde auf dem katholischen Friedhof der Kirchengemeinde St. Ludgerus in Schermbeck bestattet.

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