Schermbeck
Die Schermbecker Wurstjäger haben im Corona-Jahr 2021 Spenden gesammelt.
Die Schermbecker Wurstjagd 2021Foto: Privat - Gaby Eggert

Uefter Junggesellen mit der Alternative zum Wurstjagen

Da das traditionelle „Wurstjagen“ in diesem Jahr aufgrund der Pandemie leider ausfallen musste, haben sich die Uefter Junggesellen eine Alternative überlegt

Schermbeck -

„Schon früh war uns klar, dass der Karnevalssamstag in diesem Jahr sehr ruhig ausfallen würde“, erklären Felix Ufermann und Manuel Diekhoff, die Vorsitzenden des Uefter Junggesellenvereins.

Anstelle von Würsten sammelten die Junggesellen also Spenden für die Pfarrcaritas.

Beim Wurstjagen ist es normalerweise Tradition, dass sich die Junggesellen aus Uefte am Karnevalssamstag verkleidet und mit viel Spaß auf den Weg machen, um in der Bauernschaft Würste für das abendliche Fest zu sammeln. Am Abend stünde dann das große Scheunenfest mit Alt und Jung an. Doch wie bei vielem anderen auch, ist aktuell alles ein wenig anders. Da beide Aktionen aufgrund der Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen nicht möglich gewesen wären, hat sich die Gruppierung eine gemeinnützige Alternative überlegt: „Wir haben erfahren, dass die Pfarrcaritas aufgrund der Pandemie kaum Einnahmen verzeichnen konnte. Da haben wir uns bei der Jahreshauptversammlung im Januar dazu entschieden, Spenden für den guten Zweck zu sammeln“, erklären Felix Ufermann und Manuel Diekhoff.

„Die Sommer und Wintersammlung konnte nicht stattfinden“, berichtet Annette Speckamp von der Pfarrcaritas, die wie Kollege Martin Wieschus glaubt, dass nach der Pandemie die Sammlungen wohl nicht mehr stattfinden werden. Deshalb wissen beide, dass solche Aktionen in Zukunft enorm wichtig sein werden, um Hilfe leisten zu können. „Wir mussten rund 30 Prozent der üblichen Einnahmen einbüßen“, erklärt Annette Speckkamp.

Mehr als 1.200 Euro Spenden

Die Pfarrcaritas ist eine wichtige Organisation in Schermbeck, die finanzschwachen Menschen in Notlagen unterstützt und aus den Reihen der Ludgerusgemeinde verwaltet wird. Dass die Aktion im Endeffekt eine so tolle Resonanz bekommt und so viel Geld zusammenkommt, hätten die Wurstjäger nicht gedacht. Gemeinsam mit Max Beemelmanns und Niklas Linneweber fuhren Manuel Diekhoff und Felix Ufermann durch die Bauernschaften und verteilten die Flugblätter. Am Ende der Aktion waren auch sie überrascht: „Es ist wirklich lobenswert, dass sich so viele beteiligt haben“, freuten sie sich. Etwas mehr als 1.200 Euro spendete die Bevölkerung, der Junggesellenverein ergänzte die Summe um die Einnahmen des vergangenen Sommerfestes ­– immerhin waren das rund 300 Euro.

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Julia Liekweg

Julia Liekweg

julia.liekweg@aureus.de

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