© Silke Kaiser / pixelio.de
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Ein kluger Zug

Die Schachfreunde Kirchhellen 50/72 feiern ihren Aufstieg in die Verbandsliga – Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen

Kirchhellen - Jeder Zug ist im Vorfeld durchdacht, denn jede falsche Entscheidung kann bittere Konsequenzen nach sich ziehen. Die 1. Mannschaft der Schachfreunde Kirchhellen 50/72 hat in dieser Saison aber alles richtig gemacht. Verdient sind die Spieler daher von der Verbandsklasse in die Verbandsliga aufgestiegen. Ein Grund zum Feiern.
 

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Die 1. Mannschaft der Kirchhellener Schachfreunde freut sich über den Aufstieg in die Verbandsliga.
Foto: Egon Maier

„Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg“, sagt Werner Kurapkat, Gründungsmitglied des Vereins. Seit 1972 ist der Kirchhellener leidenschaftlicher Schachspieler, hat nicht nur den Verein mit gegründet, sondern auch die Fusion mit dem Bottroper Schachverein 50 herbeigeführt. Jeden Donnerstag treffen sich die Schachfreunde in der Kirchhellener Bezirksverwaltung, um hier im Sitzungssaal spannende Partien auszutragen. 60 Mitglieder stark ist der Verein aktuell, darunter sind auch viele Kinder und Jugendliche. „Die Altersstruktur reicht von acht bis 80 Jahre“, sagt Vereinsvorsitzender Joachim Breit. So lernen die Jungen von den Alten. „Natürlich trainieren wir die Nachwuchsspieler. Bei uns ist jeder willkommen, ob Einsteiger oder Profi“, sagt Werner Kurapkat.

Schach gilt als das älteste bekannte und heute noch aktiv gespielte Brettspiel der Welt. Vor rund 1.500 Jahren in Indien erfunden, gelangte es über die arabische Halbinsel nach Europa. In vielen Ländern ist es weit verbreitet, in weiten Teilen Osteuropas (Russland, Armenien, Ukraine etc.) aber auch in Island  ist es Nationalsport. Der aktuelle Weltmeister kommt aus Norwegen, der erst 22-jährige Magnus Carlsen hat dort einen Schachboom verursacht.
 

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Foto: Egon Maier

Über einen solchen Boom würden sich auch die Kirchhellener Schachfreunde freuen. Denn sie wissen, dass das Spiel ein toller Ausgleich ist und die Konzentrationsfähigkeit fördert. „In unserem Verein gibt es viele, die zum Beispiel auch Fußball spielen. Das schließt sich nicht aus, ganz im Gegenteil. Schach ist einfach ein besonderer Sport“, sagt Werner Kurapkat. Viele Schulen, zum Beispiel auch die Gregorschule, bieten daher auch Schach-AGs an. „Unser Jugendleiter Hans Georg Große leitete die AGs und verrät den Nachwuchsspielern so manchen klugen Schachzug.“  Das Schachspiel fördert das Sozialverhalten der Kinder, diese lernen, auch unter Zeitdruck eigene Entscheidungen zu treffen, für die sie niemanden sonst verantwortlich machen können. Und sie lernen, dass man auch fair verlieren kann – „Shakehands“ vor und nach dem Spiel gehören beim Schachspiel stets dazu.

Doch nicht nur das faire Spiel wird im Verein groß geschrieben, auch die Geselligkeit kommt hier nicht zu kurz. So geht es für die Mitglieder regelmäßig auf große Fahrt. In diesem Jahr besuchte der Verein die Stadt Utrecht. Nach den Sommerferien startet nun wieder das Training der Mannschaften und vor allem für die Spieler der ersten Mannschaften heißt es dann Konzentration, schließlich möchte man den anderen Verbandsliga-Vereinen gerne zeigen, dass Kirchhellen eine starke Schachgemeinschaft ist. gk


Training

Das Training der Schachfreunde Kirchhellen 50/72 findet ab September jeweils donnerstags in dem Saal der Bezirksvertretung statt. 
Von 17 bis 18.30 Uhr läuft das Jugendtraining, das unter anderem von Thomas Hoffterheide geleitet wird. Erst danach beginnt der Spielabend für die Senioren.
Interessierte sind herzlich willkommen und können erst einmal kostenlos und unverbindlich den Verein kennenlernen. Mitglieder zahlen später 5 Euro Vereinsbeitrag im Monat (Kinder und Jugendliche 3 Euro). Ansprechpartner sind die beiden Vorsitzenden Martin Borgs  (02045) 85074 und Joachim Breit (02045) 7695.

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