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Foto: aureus GmbH - Valerie Misz
Foto: aureus GmbH - Valerie Misz

Insektenfreundliches Gärtnern

Natur- und Umweltschutz werden immer wichtiger – Im eigenen Garten gibt es viele Möglichkeiten auch im Kleinen etwas zu bewirken

Bienen, Käfer, Schmetterlinge und viele weitere Arten sind für das Ökosystem unerlässliche Faktoren, die es zu schützen gilt. Während einige die Nutzpflanzen bestäuben, dienen andere Krabbeltiere als Nahrung für beispielsweise Vögel und Igel.

Dichte Bebauung in Städten, der Trend der „Steinfläche“ im Vorgarten und der vermehrte Einsatz von Pestiziden haben dazu geführt, dass es den Insekten in Deutschland immer mehr an Lebensgrundlage fehlt.

Die gute Nachricht ist, dass jeder etwas gegen das dramatisch ansteigende Insektensterben tun kann. Ganz nach dem Motto „Hilfe für die kleinen Helferlein“ können Sie Ihren Garten oder Balkon so anlegen, dass sich die Insekten bei Ihnen wohlfühlen.

Lassen Sie es blühen!

Reichhaltige Nahrung in Form von Blumen und Blüten, die bestenfalls die gesamten warmen Monate über blühen, ist ein nettes Geschenk für Wildbienen und Co. Schauen Sie sich in Ihrem Garten um und überlegen, wo Sie eine Wildblumenwiese oder ein paar Ecken des Rasens wild wachsen lassen können. Ein Rasen ist zwar besser als reine Steinfläche, aber auch darin kann kaum eine Insektenart überleben. Also lassen Sie es blühen! Achten Sie beim Blumen- und Staudenkauf darauf, dass sich die Blühphasen der einzelnen Pflanzen über die gesamte Saison verteilen und ergänzen. Dabei gilt auch, dass heimische Blumen von den Insekten hierzulande bevorzugt werden. Kräuter wie Oregano, Lavendel, Thymian, Minze und Schnittlauch haben zeitweise essbare Blumen, von denen Sie und die Insekten profitieren. Genauso verhält es sich auch mit Obstbäumen. Wer auf Zierhölzer verzichtet und stattdessen Himbeeren und Kirsch- oder Apfelbäume pflanzt, tut sich selbst und der Umwelt etwas Gutes.

Ein Unterschlupf für die Kleinsten

Ob als Rückzugsort, Brutstätte oder Winterquartier, Insekten benötigen eine Unterkunft. Heutzutage gibt es Bienenhäuser in allen Formen und Größen ganz einfach im Gartencenter zu erwerben. So kann auch auf der kleinsten Fläche ein Unterschlupf gestellt werden. Wer ein Bienenhaus selber bauen möchte, sollte sich vorher bestens informieren, da schlecht verarbeitete Materialien den Insekten mehr schaden als helfen. Auch kleinste Teiche oder Tränken können den Vögeln wie auch Insekten als Wasserquelle dienen. Wer Totholz oder Laub auch mal liegen lässt, bietet weitere Lebensgrundlagen für die Kleinsten, denn dort sammeln sich Insekten für ihre Larvenentwicklung an.

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Valerie Misz

Valerie Misz

v.misz@aureus.de

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