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Foto: Lucas George Wendt / Unsplash
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Lesetipps für jeden Geschmack

Wir stellen Ihnen regelmäßig die aktuellen Buchtipps der Humboldt-Buchhandlung vor

Die Füße hochlegen, in fremde Welten eintauchen und einfach mal ausspannen? Mit einem guten Buch für viele ein guter Ausgleich zum oft stressigen Alltag. Viele haben ihre Lieblingsautoren, ihr Lieblingsgenre. Natürlich hilft auch die Internetrecherche auf der Suche nach einer passenden Lektüre weiter, aber ein Tipp von Menschen, die die Werke selbst gelesen haben, ist meist Gold wert.

In den Wäldern der Biber

Franziska Fischer, Dumont-Verlag, 22 Euro, Rezension von Kathrin Allkemper

Nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund verlässt Alina ihr gemeinsames Zuhause in Frankfurt und reist kopflos in das kleine Dorf Eberswalde, wo ihr Großvater lebt. Als Kind hat sie hier viele Sommer verbracht, aber nach dem Tod ihres Vaters und dem Beginn einer neuen Beziehung ihrer Mutter mit einem anderen Mann, kam es zu einem Bruch mit den Großeltern. Nun, 19 Jahre ohne jeglichen Kontakt später, steht Alina vor der Tür ihres Großvaters und ist noch nicht einmal sicher, ob er sie überhaupt aufnimmt. Sie weiß nur, sie muss es versuchen. Zu ihrer Mutter möchte sie nicht und es ist klar, dass sie auch nie wieder zurück zu ihrem alten Leben in Frankfurt gehen kann.

Der Großvater nimmt sie ohne Fragen auf, sie darf bleiben, solange sie will. Und schnell baut sich eine wunderbare Beziehung zwischen ihnen auf – die alte Vertrautheit kehrt zurück. Gemeinsam arbeiten sie die Vergangenheit auf, sprechen über den Tod des Vaters und der Großmutter und stellen gleichzeitig die Weichen für die Zukunft. Dort bei ihrem Großvater, in den Wäldern, in denen er sich um den Bestand der Biber kümmert und ein Auge auf deren Schutz hat, entstehen für Alina völlig neue Lebensperspektiven, neue Freundschaften und auch eine neue Liebe...

„Ein wunderbar geschriebener Roman, der einen in dieser oft so stressigen und schnelllebigen Zeit abholt und entschleunigt, dabei zwar unaufgeregt, aber nie langweilig, rührend, aber nicht kitschig ist“, sagt Kathrin Allkemper.

Als das Böse kam

Ivar Leon Menger, dtv-Verlag, 15,95 Euro, Rezension von Tanja Tenberg

Die sechzehnjährige Juno lebt mit ihrem kleineren Bruder Boy und ihren Eltern alleine auf einer kleinen Insel. Ihre Eltern erklären, dass sie sich vor Feinden verstecken müssen und deshalb nicht aufs Festland dürfen.

Die Kinder können sich nicht erinnern, jemals woanders gewesen zu sein. Bei drohender Gefahr versteckt sich die Familie im Schutzraum. Eines Tages droht Gefahr vom Festland. Juno trifft auf einen jungen Mann, der sich abends im Schlauchboot rudernd der Insel nähert.

Danach ist nichts mehr wie es war, Junos komplettes Weltbild gerät aus den Fugen.

„Erin spannender Pageturner mit unerwarteten Wendungen, den ich nicht aus der Hand legen konnte“, meint Tanja Tenberg.

Die Eroberung der Villa Herbstgold

Stefanie Höfler und Claudia Weikert, Beltz-Verlag, 13 Euro, Rezension von Tanja Tenberg

Die Kita plant einen Ausflug. Die Aufregung steigt, wohin es wohl gehen mag? In den Wald oder in den Zoo? Nein, dieses Mal soll es eine Theateraufführung geben, ein von den Kindern aufgeführtes Märchen für die Seniorinnen und Senioren in der Villa Herbstgold, einem Altenheim.

Die Kinder sind neugierig, als Leslie vom Holzbein ihres Opas erzählt, und gibt es dort auch Hexen? Kaum sind die Kinder vor Ort, kommt ihnen alles bekannt vor, es riecht nach Früchtetee, und einen Morgenkreis gibt es auch. Und die Frau mit den Silberhaaren hat ihre Zähne im Glas. Da dürfen die Kinder mal mithelfen zu putzen und natürlich auch das Silberhaar kämmen.

„Ein realistisch illustriertes Bilderbuch, in dem es viel zu entdecken gibt. Das Thema ‚Seniorinnen und Senioren‘ für Kinder ab etwa vier Jahren. Es macht Spaß und gibt einen tollen Einblick in das Thema ‚Altenheim‘. Es kann helfen, Ängste zu nehmen und mit Berührungsängsten umzugehen“, sagt Tanja Tenberg.

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