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Foto: Lucas George Wendt / Unsplash
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Lesetipps für jeden Geschmack

Wir stellen Ihnen regelmäßig die aktuellen Buchtipps der Humboldt Buchhandlung vor

Die Füße hochlegen, in fremde Welten eintauchen und einfach mal ausspannen? Mit einem guten Buch für viele ein guter Ausgleich zum oft stressigen Alltag. Viele haben ihre Lieblingsautoren, ihr Lieblingsgenre. Natürlich hilft auch die Internetrecherche auf der Suche nach einer passenden Lektüre weiter, aber ein Tipp von Menschen, die die Werke selbst gelesen haben, ist meist Gold wert.

Heimweh

Graham Norton, Kindler-Verlag, 22 Euro, Rezension von Kathrin Allkemper

Die Geschichte beginnt sehr tragisch. An einem Sommertag Ende der 80er Jahre in einem kleinen irischen Ort machen sechs Jugendliche einen Ausflug zum Strand. Ein Autounfall auf dem Heimweg kostet drei von ihnen das Leben, eine junge Frau wird für immer an den Rollstuhl gefesselt sein. Der Fahrer Connor Haze gehört zu den Überlebenden, doch manchmal wünschte er sich, er hätte es auch nicht geschafft. Die Leute in Mullinmore können ihm nicht mehr unvoreingenommen begegnen und auch der Pub seiner Eltern wird gemieden. Seine einzige Chance auf Ruhe für sich und seine Familie ist ein Neuanfang in einer anderen Stadt. Und so verlässt der junge Mann viel zu früh sein Elternhaus und zieht hinaus in die Welt. Connor hat keinen einfachen Weg vor sich, aber er schafft es letzten Endes sogar bis nach New York. Und dort wird ihm mehr als 20 Jahre später jemand in einer Bar begegnen, der das so sorgsam verdrängte Geschehen wieder aufleben lässt und Connor dazu zwingt, sich seinen Dämonen zu stellen, um endlich Frieden zu finden.

Eine sehr berührende Geschichte um einen Mann, dessen ganzes Leben von Schuld geprägt ist und ihm aus den falschen Gründen viel zu viele Chancen auf sein eigenes Glück genommen hat.

Als Hörbuch ganz toll gelesen von Charly Hübner.

 

Love Paris Dance

Anne-Sophie Jouhanneau, One-Verlag, 12,90 Euro, Rezension von Julia Jahns

Die 16-jährige Amerikanerin Mia träumt davon, Primaballerina zu werden. Ihre Familie – mit Ausnahme ihrer Mutter – unterstützt sie, denn alle weiblichen Familienmitglieder haben Ballett getanzt. Eine von Mias Vorfahrinnen soll sogar auf einem Porträt von Edgar Degas verewigt sein. Nach einer Absage des American Ballet Theatre ist es Mia gelungen, einen Platz in einem Ferienprogramm in Paris zu ergattern. Vor Ort muss sie feststellen, dass ihre Erzrivalin Audrey ebenfalls an der Pariser Ballettschule angenommen wurde und sie sich darüber hinaus auch noch ein Zimmer teilen müssen. Während Audrey technisch nahezu perfekt ist, mangelt es ihr an Leidenschaft für das Ballett, bei Mia ist es eigentlich genau umgekehrt. Sie brennt für das Ballett, ihr fehlt es aber noch an Perfektion. Um ihren Traum endlich zu verwirklichen, beschließt Mia, sich durch nichts und niemanden von dem harten Training ablenken zu lassen. Doch dann lernt sie den attraktiven Louis kennen, der ausgerechnet der Sohn ihres Trainers ist...

Federleichte Romanze ab 14 Jahren über die Liebe zum Tanzen und das Verwirklichen von Lebensträumen.

 

606

Candice Fox, Suhrkamp-Verlag, 16,95 Euro, Rezension von Kathrin Allkemper

Ein Hochsicherheitsgefängnis in der Wüste Nevadas. Hier sitzen wirklich nur die ganz üblen Jungs ein. Unter ihnen John Kradle, der seine Frau und sein einziges Kind getötet haben soll. Das ist auch der Grund, warum er den abgrundtiefen Hass der Aufseherin im Todestrakt, Celine Osbourne, auf sich gezogen hat. Wo sie kann, schikaniert sie ihn.

Als es durch einen genial inszenierten Massenausbruch zur Flucht aller 606 Insassen kommt, nimmt sie schon mit nahezu krankhafter Besessenheit die Verfolgung Kradles auf. Der wiederum nutzt das allgemeine Chaos und die unerwartete Chance zu entkommen dazu, seine Unschuld zu beweisen. Doch es hat sich nicht nur Osbourne an seine Fersen geheftet, sondern auch einer der brutalsten Killer des Landes...

Mit der absolut genialen "Hades-Trilogie" wurde die australische Autorin auch bei uns bekannt. „606" ist ihr 8. Buch und auch diesen Krimi habe ich in einem Rutsch gelesen!

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