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Foto: Lucas George Wendt / Unsplash
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Lesetipps für jeden Geschmack

Wir stellen Ihnen regelmäßig die aktuellen Buchtipps der Humboldt Buchhandlung vor

Die Füße hochlegen, in fremde Welten eintauchen und einfach mal ausspannen? Mit einem guten Buch für viele ein guter Ausgleich zum oft stressigen Alltag. Viele haben ihre Lieblingsautoren, ihr Lieblingsgenre. Natürlich hilft auch die Internetrecherche auf der Suche nach einer passenden Lektüre weiter, aber ein Tipp von Menschen, die die Werke selbst gelesen haben, ist meist Gold wert.

Der Kaninchen-Faktor

Antti Tuomainen, Rowohlt Verlag, 16 Euro, Rezension von Julia Jahns

Der Versicherungsmathematiker Henri verliert seinen Job, weil er sich weigert an Teambuilding-Maßnahmen teilzunehmen, die er für sinnlos hält. Leider ist es nicht so einfach, einen neuen Job zu bekommen, wie er dachte. Doch dann erfährt er, dass sein Bruder verstorben ist und er dessen Abenteuerpark geerbt hat. Er stürzt sich in die Arbeit und steht vor dem Rätsel, warum der Park trotz großer Besucherzahlen Schulden hat. Sein Bruder hat sich wohl mit den falschen Leuten eingelassen, die nun auch Henri auf die Pelle rücken. Plötzlich gibt es einen Toten, den er verschwinden lassen muss. Bei dem Versuch, den Park und seine eigene Haut zu retten, hat Henri alle Hände voll zu tun. Ein Plan muss her – für den analytischen Henri doch kein Problem?! Ein herrlich schräger Krimi aus Finnland.

Glaube mir

Alice Feeney, Rowohlt Verlag, 12 Euro, Rezension von Kathrin Allkemper

Anna arbeitet als Moderatorin bei der BBC. Sie brennt für ihren Beruf, in den sie sich nach einem persönlichen Schicksalsschlag besonders reingehängt hat. Jetzt soll sie über einen brutalen Frauenmord in der Kleinstadt Blackdown berichten, dem Ort, in dem sie früher mit ihrem Mann Jack gelebt hat.

DCI Jack, mittlerweile Annas Exmann, lebt dort immer noch und ermittelt in diesem Mordfall. Allerdings hat er größere Probleme als das Auftauchen seiner Ex-Frau: Mit dem Mordopfer hatte er in der Tatnacht noch ein heißes Stelldichein. Und wer, wenn nicht er, weiß am besten, wie akribisch die Spurensicherung den Tatort nach winzigsten Hinweisen absucht, die zum Täter führen können. Da ist es auch nicht besonders hilfreich, wenn man eine besonders engagierte neue Kollegin hat, die ihr Können beweisen will.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jack und Anna erzählt und die große Frage ist, wer die Wahrheit sagt und wer lügt? Sehr spannender Krimischmöker mit überraschenden Wendungen!

Shelter

Ursula Poznanski, Loewe Verlag, 19,95 Euro, Rezension von Kathrin Allkemper

Benny und seine Freunde feiern eine Party, bei der irgendwann zwei Gäste anfangen, eine wilde Chemtrail-Verschwörungstheorie loszutreten, was die ausgelassene Stimmung kurzfristig kaputt macht. Nachdem die beiden Stimmungskiller und auch der Großteil der anderen Gäste abgezogen sind, brütet die Clique aus lauter Jux im betrunkenen Zustand eine Schnapsidee aus. Sie wollen selbst eine abgefahrene Verschwörungstheorie ins Netz stellen, um zu schauen, wie viele Menschen darauf reinfallen. Nach vier Wochen soll dann alles in den sozialen Medien wieder zurückgenommen und als kompletter Blödsinn aufgeklärt werden. Liv möchte sogar ihre Doktorarbeit zu dem Thema schreiben und bringt sich mit besonders viel Engagement in die Sache ein. Aus dem zufälligen Rotweinabdruck zweier Glasränder auf einer Serviette wird ein spontanes Logo entworfen und die Aliengeschichte dazu ist auch schnell ausgedacht. Doch innerhalb kürzester Zeit läuft die Aktion total aus dem Ruder und ihnen völlig unbekannte Menschen übernehmen die Idee und stellen noch viel absurdere Theorien ins Netz. Die Wahrheit interessiert offenbar keinen mehr und irgendwann wird es nicht nur für Benny lebensgefährlich...

Mit einer sehr spannenden Geschichte zeigt die Autorin, wie gefährlich der falsche Umgang mit den sozialen Medien sein kann und welche Macht hinter womöglich achtlos dahin geschriebenen Worten stecken kann.

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