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Foto: Lucas George Wendt / Unsplash
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Lesetipps für jeden Geschmack

Wir stellen Ihnen regelmäßig die aktuellen Buchtipps der Humboldt-Buchhandlung vor

Die Füße hochlegen, in fremde Welten eintauchen und einfach mal ausspannen? Mit einem guten Buch für viele ein guter Ausgleich zum oft stressigen Alltag. Viele haben ihre Lieblingsautoren, ihr Lieblingsgenre. Natürlich hilft auch die Internetrecherche auf der Suche nach einer passenden Lektüre weiter, aber ein Tipp von Menschen, die die Werke selbst gelesen haben, ist meist Gold wert.

Seitensprung

Jason Starr, Diogenes-Verlag, 13 Euro, Rezension von Kathrin Allkemper

Jack Harper, ein erfolgloser Immobilienmakler in New York, steckt in einer Midlifecrisis. Seine Ehe plätschert dahin, aber schon alleine für seinen geliebten Sohn hält Jack die freudlose Partnerschaft aufrecht. Als er dann bei einer Wohnungsbesichtigung einen früheren Kumpel trifft, kommt ihm sein Leben gleich noch erbärmlicher vor. Damals haben sie zusammen Musik gemacht und im Gegensatz zu Jack hat sein ehemaliger Bandkollege Karriere und das große Geld gemacht. Jetzt möchte er sich in New York eine Zweitwohnung zulegen, um da seine außerehelichen Affären zu treffen, die er auf einer Dating-Website für Seitensprünge aufgabelt. Er empfiehlt dem gefrusteten Jack, es doch auch einmal mit so einem unkomplizierten Seitensprung zu versuchen, um wieder etwas Schwung in sein Leben zu bringen. Jack lehnt zunächst empört ab, aber später daheim überwiegt die Neugier. Einmal kurz schauen kann man ja, da ist noch nichts dabei, denkt er sich und begeht den größten Fehler seines Lebens...

„Mit jeder Seite, die man liest, geht es weiter bergab in Jacks Leben und da ich wissen wollte, ob er dieser tödlichen Spirale noch einmal entkommen kann, musste ich diesen spannenden Thriller nahezu in einem Rutsch lesen“, rezensiert Kathrin Allkemper.

The Maid

Nita Prose, Droemer-Verlag, 16 Euro, Rezension von Julia Jahns

Molly, ein naives Zimmermädchen mit großem Herzen, liebt ihre Arbeit im Londoner Regency Grand Hotel sehr. Nach dem Tod ihrer Großmutter, bei der sie aufgewachsen ist, häufen sich die Probleme. Molly hat Schwierigkeiten, die Miete zu bezahlen, weil das Ersparte ihrer Großmutter durch ihre Schuld gestohlen wurde. Ihre Kollegen können das immer korrekte und pedantische Zimmermädchen nicht leiden. Molly sieht in jedem nur das Gute und wird deshalb oft ausgenutzt. Als sie einen Gast tot in seinem Bett auffindet, fällt der Verdacht sofort auf seine blutjunge Ehefrau. Molly, die sich mit dieser angefreundet hat, möchte ihr unbedingt helfen und verstrickt sich dabei selbst rettungslos in den Fall ...

Leichter und witziger Krimi mit einer Heldin, die gekonnt von einem Chaos ins nächste stürzt.

Perfect Day

Romy Hausmann, dtv-Verlag, 16,95 Euro, Rezension von Daniela Maifrini

Walter Lesniak, renommierter Anthropologe und Philosophieprofessor, hat seine inzwischen erwachsene Tochter Ann nach dem frühen Tod seiner Frau alleine großgezogen. Zwischen Vater und Tochter besteht ein enges Band, Ann hatte eine wunderbare Kindheit und Jugend mit vielen Freiheiten. Sie hängt sehr an ihrem Vater. Umso härter trifft es sie, als er eines Tages verhaftet wird. Der Vorwurf: Er soll ein seit Jahren aktiver Serienkiller sein, dessen Opfer allesamt kleine Mädchen waren.
Für Ann ist allein der Gedanke völlig ausgeschlossen, ihr Vater ist unschuldig, und sie wird es beweisen. Doch „Professor Tod“, wie die Presse inzwischen Walter Lesniak nennt, sitzt im Gefängnis und äußert sich nicht.

Zu dieser Zeit kommt Anns Jugendfreundin Eva nach langer Zeit wieder nach Hause, sodass zumindest eine Verbündete an ihrer Seite ist. Die jungen Frauen recherchieren so gut sie können den Verlauf der Tatserie und stoßen gleich bei dem ersten Opfer, Larissa, auf Ungereimtheiten: einen unbändig trauernden Stiefvater und einen anderen möglichen Verdächtigen, den der Stiefvater bereits mehrfach angegangen war. Ab hier geraten die Freundinnen zum ersten Mal in furchtbare Gefahr...

„Romy Hausmanns „Liebeskind“ war ein Spitzen-Debut, „Martha schläft“ war nicht so meine Wellenlänge, „Perfect Day“ schließt jetzt wieder auf zu ihrem Erstling. Eine überschaubare Anzahl wechselnder Erzählperspektiven bringt die Spannung, natürlich ist wieder eine dabei, die offenbar Täterwissen vermittelt. Die Geschichte wird vorangetrieben, die zahlreichen Wendungen schicken uns in die Irre und als wir erfahren, wer für die Morde verantwortlich ist, wissen wir noch lange nicht, warum sie geschehen sind“, meint Daniela Maifrini. „Gut finde ich, dass trotz der Brutalität, die natürlich hinter diesen Taten steckt, das Buch relativ frei von drastischen Schilderungen bleibt und eher unser Kopfkino befeuert.“

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