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Foto: Adobe Stock
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Machen Sie die Welt kunterbunt!

Wildblumen sind der Gartentrend für den Sommer 2022: Sie begeistern nicht nur das Auge, sondern auch die Bienen und Schmetterlinge

Schon seit längerer Zeit geht der Trend im heimischen Garten immer mehr in Richtung „Zurück zur Natur", um die Umwelt und die kleinen Bewohner dieser Erde zu unterstützen. Mit Wildflower-planting" geht dieser Trend jetzt auch über den eigenen Garten hinaus.

Das Prinzip von „Wildflower-planting" ist denkbar einfach und sehr kostengünstig. Alles, was Sie brauchen, sind ein paar Wildblumen-Samen und einen Gewürzstreuer für die bessere Verteilung. Geben Sie die Samen in den Streuer und verteilen Sie bei ihrem nächsten Spaziergang die Samen einfach auf die örtlichen Grünflächen. Dieser Garten-Trend lädt dazu ein, die Umwelt zu verschönern. Egal, ob bei einer Gassi-Runde mit dem Hund oder während eines gemütlichen Spaziergangs - Sie können ganz einfach Grünflächen und Wiesen einen bunten Look verpassen, ohne viel Arbeit.

Aber auch für den heimischen Garten können die bunten Blumenwiesen eine echte Bereicherung sein. Wildblumen können farbenfrohe Akzente in Ihrem Garten setzen und gleichzeitig heimische Insektenarten unterstützen. Die Aussaat ist genauso einfach wie mit dem Gewürzstreuer für unterwegs. Vermengen Sie die Samen für Ihren eigenen Garten allerdings noch mit etwas Sand, damit die meist sehr feinen Samen sich besser verteilen können und verstreuen diese einfach nach Belieben auf Ihrem Rasen oder im Beet. Die beste Zeit zum Aussäen ist im Frühjahr zwischen April und Juni.

Die meisten Wildblumen blühen dann im Spätsommer. Sie gehören zu den wichtigsten Nahrungsgrundlagen für beispielsweise Bienen und Schmetterlinge. Während Schmetterlinge nicht sehr wählerisch bei dem Blütennektar sind, von dem sie trinken, ernähren sich Bienen ausschließlich von heimischen Blumenarten wie Löwenzahn und Schafgabe. Aber auch Lavendel und Wandelröschen können eine farbenfrohe Ergänzung für Ihre Wildblumenwiese und gleichzeitig eine gute Nahrungsquelle für Bienen sein.

Achten Sie bei der Wahl der Samenmischung unbedingt darauf, dass es sich um eine heimische Blumenvielfalt handelt. Viele vorgefertigte Packungen sind mit exotischen Arten gespickt, mit denen die heimische Tierwelt nicht viel anfangen kann. Stellen Sie sich stattdessen lieber Ihre eigene Blumenmischung zusammen oder greifen Sie zu einer Samenmischung aus dem Fachhandel. Die Auswahl ist in der Regel riesig.

Beim Zusammenstellen Ihrer eigenen Samenmischung können Sie nicht nur die Farbenvielfalt in Ihrem Garten bestimmen, sondern auch nützliche Heilpflanzen in den Garten holen. Viele Blumenarten, wie beispielsweise die gemeine Schafgabe, sind nicht nur ein echter Bienenfreund, sondern auch ein toller Allrounder für Ihre Hausapotheke. Die Pflanze kann als Tee getrunken oder sogar zu Salbe verarbeitet werden und wirkt Krampflindernd und entzündungshemmend. So kann die Wildblumenwiese für den heimischen Garten nicht nur ein toller Hingucker und Insekten-Helfer sein, sondern auch eine Bereicherung für ihre Hausapotheke.

Natürlich können Sie die Blumensamen auch direkt aus der Natur sammeln. Das ist etwas anstrengender und bedarf mehr Vorausplanung, bietet aber auch besonders für Kinder eine tolle Erfahrung und kann mit viel Spaß verbunden sein. Die meisten Blumen, wie zum Beispiel der Klatschmohn, müssen nur getrocknet und die Samen dann vorsichtig entnommen werden. Von Mai bis Juli sind die roten Blüten insbesondere in ländlichen Gegenden an vielen Ecken zu entdecken. Dank seiner knalligen Farbe und der Reichhaltigkeit an Pollen, lockt er gerne Bienen und Schmetterlinge an.

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Stina Schulzke

Stina Schulzke

s.schulzke@aureus.de

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